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Kim Yo-jong hat erneut damit gedroht, Propagandasendungen Richtung Südkorea wieder aufzunehmen. In ihrer jüngsten Erklärung kündigte sie jedoch an, die Lautsprecher einsatzbereit zu machen, statt sie einzuschalten.
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Kim Yo-jong sagte am Donnerstag, Nordkoreas auf Südkorea gerichtete Lautsprecher würden binnen weniger Tage in Bereitschaft versetzt. Ihre jüngste Erklärung, über die die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf nordkoreanische Staatsmedien berichtete, folgte auf ihre Ankündigung vom Mittwoch, die Propagandasendungen würden vor Ende Oktober entlang der gesamten Grenze wieder aufgenommen. Bereitschaft ist nicht dasselbe wie Sendebetrieb: Die Erklärung vom Donnerstag bestätigt weder, dass die Übertragungen begonnen haben, noch nimmt sie den zuvor genannten Zeitplan zurück.
Beide Länder haben die Lautsprecher in Zeiten erhöhter Spannungen eingesetzt. Südkorea stellte seine Sendungen 2025 ein, nachdem Präsident Lee Jae Myung sein Amt angetreten hatte; später stellte auch Nordkorea seine Sendungen ein, wie die Associated Press berichtet.
Die Warnung erfolgt inmitten eines Streits über Nordkoreas Arbeiten zur Befestigung der Grenze. Seoul sagt, es habe Warnschüsse abgegeben, nachdem nordkoreanische Soldaten die militärische Demarkationslinie überschritten hätten; Pjöngjang bestreitet die Behauptungen über ein Überschreiten der Linie. Drei südkoreanische Soldaten wurden am 21. September bei Minenexplosionen verletzt. Südkorea macht Minen verantwortlich, die Nordkorea nach seinen Angaben verlegt hat; Pjöngjang weist die Verantwortung zurück.
Kim sagte am Mittwoch außerdem, sogenannte „taktische Jagdteams“ würden neue Stellungen beziehen. In einem separaten Bericht über eine Inspektion an der Grenze zitierte Nordkoreas Staatsmedien sie mit den Worten, neue Feuerwaffeneinheiten hätten Feuerstellungen bezogen. Das sind nordkoreanische Behauptungen über Truppenverlegungen, keine bestätigten Truppenbewegungen. Südkoreas Verteidigungsministerium sagte am Donnerstag, es müsse als Reaktion auf die Aktivitäten des Nordens entlang der Grenze „verhältnismäßige Maßnahmen“ ergreifen, ohne zu erläutern, welche das sein könnten.
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