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Bei einer Debatte im Sicherheitsrat beschrieb der UN-Gesandte die Unsicherheit mehr als ein Jahr nach der Vereinbarung über die Waffenruhe in Gaza. Hilfszahlen weisen auf erhebliche Risiken für Unterkünfte hin, während Delegierte darüber streiten, was den Friedensplan aufhält.
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Ramiz Alakbarov, der amtierende UN-Sondergesandte für den Nahost-Friedensprozess, warnte den Sicherheitsrat am 15. Oktober, die Waffenruhe in Gaza sei weiterhin fragil und die Gewalt im besetzten Westjordanland gefährde die Friedensaussichten. Er sprach bei der vierteljährlichen Debatte des Rates zur Palästinafrage und verkündete keine neue Entscheidung des Rates. [1] [3]
Nach einem Besuch in Gaza am 11. und 12. Oktober schilderte Alakbarov Familien, die in der Nähe der Gelben Linie lebten und weitere Schüsse befürchteten, sowie Vertriebene, die in abgenutzten Zelten, überfüllten Unterkünften und beschädigten Gebäuden Schutz suchten. Für manche Familien entlang der Linie, sagte er, „existiert die Waffenruhe nur dem Namen nach“. [1]
Alakbarov sagte, israelische Militäroperationen hätten seit Beginn der Waffenruhe etwa 1.500 Palästinenser das Leben gekostet; dabei berief er sich auf die Angaben des Gesundheitsministeriums von Gaza. Ein früherer Bericht des UN-Amts für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) nannte eine vom Ministerium stammende Zahl von 1.431 gemeldeten Todesfällen zwischen der Bekanntgabe der Waffenruhevereinbarung am 10. Oktober 2025 und dem 30. September 2026. OCHA erfasste auch aus den Trümmern geborgene Leichen, Todesfälle infolge früherer Verletzungen und nachträgliche Ergänzungen nach der Identifizierung; aus den Gesamtzahlen geht nicht hervor, wann jede einzelne Person starb. [1] [2]
Der Druck auf die Unterkünfte geht über die unmittelbare Gefahr durch Kämpfe hinaus. In einem Anfang Oktober veröffentlichten Bericht erklärte OCHA, dass bei 217 von mehr als 400 untersuchten Unterkünften für Vertriebene in Gaza ein mittleres oder hohes Überschwemmungsrisiko bestand. Etwa 235.000 Menschen lebten an diesen Orten. Die Hilfsmaßnahmen liefen weiter, doch laut OCHA beeinträchtigten Finanzierungslücken und Beschränkungen bei der Einfuhr wichtiger Hilfsgüter und Ausrüstung die Reaktion. [2]
Im Westjordanland einschließlich Ostjerusalem verzeichnete OCHA in der Woche vom 22. bis 28. September 53 Angriffe durch Siedler, bei denen Palästinenser verletzt, Sachschäden verursacht oder beides wurde. Diese Zahl dokumentiert jüngste Gewalt, belegt für sich genommen aber nicht, ob Angriffe ein beispielloses Ausmaß erreicht haben. Alakbarov verwies in seinem umfassenderen Bericht über die Unsicherheit auch auf Angriffe von Palästinensern.
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Die Delegierten blieben über den Friedensplan gespalten, den der Rat 2025 gebilligt hatte. Israels Vertreter sagte, die Hamas setze ihn nicht um und müsse entwaffnet werden; der US-Delegierte forderte eine überprüfbare Entwaffnung. Der palästinensische Vertreter Majed Bamya warf Israel vor, den im Plan vorgesehenen Friedensrat zu behindern. [1]