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Russland will eine Resolution zu modernem Kolonialismus vorschlagen, während Polen und andere Delegierte Moskaus Position zu Beginn einer UN-Debatte infrage gestellt haben.
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Der Vierte Ausschuss der UN-Generalversammlung eröffnete am 1. Oktober seine Debatte über die Dekolonisierung. Dabei kündigte der Vertreter Russlands an, eine Resolution zu zeitgenössischen Formen des Kolonialismus vorzulegen. Im Namen der Gruppe der Freunde zur Verteidigung der Charta der Vereinten Nationen erklärte er, der Entwurf werde die Staaten dazu aufrufen, Praktiken zu unterlassen, die darin als unvereinbar mit der UN-Charta bezeichnet werden. Der Ausschuss billigte außerdem sein Arbeitsprogramm. [1]
Der Vertreter Polens, der für sechs weitere Länder, darunter die Ukraine, sprach, widersprach Russlands Selbstdarstellung als Verfechter der Dekolonisierung. Er verwies auf den Krieg in der Ukraine und auf Übergriffe gegen ukrainische Kinder. In einem Bericht über den Zeitraum bis Ende 2024 dokumentierte das UN-Menschenrechtsbüro, dass Russland in besetzten ukrainischen Gebieten seinen Lehrplan sowie patriotische und militärische Erziehung durchsetzte. Es verifizierte außerdem Verbringungen, die mindestens 200 Kinder betrafen, hauptsächlich im Jahr 2022. Zugleich erklärte es, ohne Zugang zu Russland und den besetzten Gebieten könne es das volle Ausmaß nicht beurteilen. [1] [2]
Andere Delegierte konzentrierten sich auf wirtschaftlichen Druck. Der Vertreter Irans argumentierte, der Kolonialismus habe sich angepasst und nehme unter anderem die Form wirtschaftlicher Nötigung sowie der Manipulation von Handel und Finanzen an. Der Vertreter Kubas warf den USA eine „Energieblockade“ vor. Washington setzte Kubas staatlichen Ölkonzern im Juni auf eine Sanktionsliste; eine gesonderte Anordnung vom Februar hatte zusätzliche Zölle nach einer früheren Maßnahme zu Ländern beendet, die Kuba mit Öl beliefern. Die Associated Press berichtete im September, dass Bemühungen zur Einschränkung der Treibstoffversorgung mit größeren Stromausfällen auf der Insel in Verbindung standen. [1] [3] [4] [5]
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In der Debatte ging es auch um Gebiete, die weiterhin Selbstregierung anstreben. Der Vertreter Namibias sagte, 17 Gebiete ohne Selbstregierung stünden weiterhin auf der Tagesordnung des zuständigen UN-Ausschusses, während Südafrika die Westsahara hervorhob. [1]