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BND-Chef Martin Jäger verwies auf eine Drohne mit Sprengstoff, die am Flughafen Leipzig/Halle gefunden wurde, und warnte vor Angriffen auf Waffenlieferungen an die Ukraine. Deutschland machte Russland im September für den Vorfall verantwortlich und unterschied diese politische Zuschreibung von dem damals noch laufenden Strafverfahren.
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Der Chef des deutschen Auslandsnachrichtendienstes, Martin Jäger, warnte bei einer Anhörung im Bundestag am 5. Oktober 2026, Russland werde nach seiner Erwartung versuchen, die westliche Waffenproduktion und Waffenlieferungen an die Ukraine durch physische Angriffe zu stören, auch in Deutschland, berichtet ANP. Deutschland drohe ein gewaltsamer Konflikt mit Russland, sagte er. Zugleich sah der BND damals keine Anzeichen für einen groß angelegten russischen Angriff auf NATO-Gebiet. [1] [2] [3]
Die Militärhilfe wird im Zusammenhang mit Russlands militärischem Angriff auf die Ukraine geleistet, der am 24. Februar 2022 begann. [12]
Jäger verwies auf den Flughafen Leipzig/Halle. Die deutsche Staatsanwaltschaft erklärte, in der Nacht vom 4. auf den 5. August sei dort eine mit professionellem Sprengstoff und einem Zünder ausgestattete Drohne gefunden worden; sie vermute einen versuchten Sprengstoffanschlag. Der Flugbetrieb wurde zunächst eingestellt, die nördliche Start- und Landebahn aber noch in derselben Nacht wieder freigegeben. Ein Frachtflugzeug, das durchstarten musste, stieß mit einem nicht identifizierten Objekt zusammen, bei dem es sich vermutlich um eine weitere Drohne handelte. Nach der Landung in Hannover wurden geringfügige Schäden festgestellt. [4] [5]
Die deutsche Regierung machte Russland am 1. September für den Vorfall in Leipzig verantwortlich und verwies dabei auf polizeiliche Ermittlungen, das Vorgehen und Erkenntnisse der Nachrichtendienste. Sie bezeichnete ihre Schlussfolgerung als politische Zuschreibung und unterschied sie von dem Strafverfahren, das nach ihren Angaben zu diesem Zeitpunkt noch lief. Ein gemeinsamer Bericht von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung erklärte, Ermittler hätten mithilfe von DNA-Spuren und nachrichtendienstlichen Hinweisen Verdächtige identifiziert; eine Befehlskette des russischen Staates legte der Bericht nicht dar. [6]
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Ein früherer Bericht, wonach sich zum Zeitpunkt des Drohnenfunds Munition an Bord eines nahe gelegenen ukrainischen Flugzeugs befunden habe, wurde korrigiert. Überarbeitete Ermittlungsinformationen besagten, dass das Flugzeug am Vortag Munition transportiert hatte, zum Zeitpunkt des Vorfalls aber offenbar leer war. Der gemeinsame Bericht bezeichnete Leipzig/Halle zudem als militärisch-logistischen Umschlagplatz, den die Ukraine nutzt. Das beabsichtigte Ziel und mögliche Auswirkungen auf Waffenlieferungen über die vorübergehende Unterbrechung des Flugverkehrs hinaus sind weiterhin unklar. [8] [4] [5]