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Die Aktien von Alphabet brachen ein, nachdem die Werbeerlöse hinter den Prognosen zurückgeblieben waren. Das Defizit beim Cashflow spiegelt hohe Investitionen wider, während die ausgewiesene Bilanz nicht auf ein unmittelbares Zahlungsproblem hindeutet.
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Die Alphabet-Aktie verlor am Donnerstag, dem 29. Oktober, im frühen New Yorker Handel rund 13 %, nachdem die Werbeerlöse des Google-Mutterkonzerns die Prognosen der Analysten verfehlt hatten und hohe Ausgaben den freien Cashflow weiter ins Minus drückten. Der Rückgang belastete den Nasdaq. Die niederländische Nachrichtenagentur ANP schätzte, dass Alphabet während des Kursrückgangs rund 489 Milliarden US-Dollar an Börsenwert eingebüßt hatte; dies war eine Schätzung aus dem frühen Handel, kein Verlust zum Börsenschluss.
Alphabet meldete für das Quartal von Juli bis September Werbeerlöse von 82,01 Milliarden US-Dollar und lag damit unter den 83,4 Milliarden US-Dollar, die Analysten erwartet hatten, wie Reuters berichtete. Die Erlöse aus der Suche und verwandten Bereichen stiegen jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 56,57 Milliarden auf 63,35 Milliarden US-Dollar, während sich der Umsatz von Google Cloud auf 30,71 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelte. Der Gesamtumsatz stieg um 25 % auf 127,58 Milliarden US-Dollar. Die Enttäuschung bezog sich auf die Prognosen, nicht auf einen Rückgang der Sucherlöse.
Größere Sorge bereitet der Preis der Expansion. Alphabet erwirtschaftete im Quartal 42,29 Milliarden US-Dollar aus dem operativen Geschäft, gab aber 51,36 Milliarden US-Dollar für Sachanlagen aus. Damit lag der freie Cashflow – der operative Cashflow abzüglich dieser Ausgaben – bei minus 9,07 Milliarden US-Dollar, verglichen mit minus 5,86 Milliarden im Vorquartal. Über die letzten 12 Monate blieb er mit 19,75 Milliarden US-Dollar positiv. Finanzchefin Anat Ashkenazi sagte Analysten, die Investitionsausgaben dürften 2027 gegenüber den für dieses Jahr prognostizierten 195 bis 205 Milliarden US-Dollar deutlich steigen, berichtete Reuters.
ANP deutete an, der negative Cashflow erhöhe das Risiko, dass Alphabet Schwierigkeiten haben könnte, Rechnungen zu bezahlen. Alphabet meldete zum 30. September jedoch liquide Mittel und marktgängige Wertpapiere von 265,10 Milliarden US-Dollar, gegenüber kurzfristigen Verbindlichkeiten von 134,50 Milliarden US-Dollar. Ein Quartal, in dem die Investitionen die aus dem operativen Geschäft erwirtschafteten Mittel übersteigen, deutet für sich genommen nicht auf ein Zahlungsproblem hin. Die Bilanz ist jedoch eine Momentaufnahme und belegt nicht, wie das Unternehmen alle seine künftigen Ausgabenpläne finanzieren wird.
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