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Die Ukraine sagt, vor einem Raketenangriff auf Kiew habe eine Warnung eines Partners gefehlt und vor einem weiteren sei sie zu spät eingetroffen, um noch nützlich zu sein. Ein Berater des Präsidenten behauptet, die Probleme mit den Warnungen hätten Menschenleben gekostet. Washington bestreitet, den Austausch von Geheimdienstinformationen ausgesetzt zu haben.
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Die ukrainische Luftwaffe sagt, sie habe vor dem ersten von zwei russischen ballistischen Raketenangriffen auf Kiew in der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober keine Warnung von Partnern erhalten. Vor dem zweiten Angriff seien Informationen eingetroffen, allerdings mit nur etwa einer Minute Vorlauf, sagte Sprecher Yurii Ihnat. Ballistische Raketen könnten ihre Ziele innerhalb weniger Minuten erreichen, sagte er; dadurch bleibe wenig Zeit, eine Warnung auszuwerten und Alarm zu schlagen. [3]
Ihnat datierte den ersten Angriff auf etwa 23:00 Uhr am Sonntag und den zweiten auf etwa 03:00 Uhr am Montag. Er sagte, die Luftwaffe habe trotz der fehlenden Benachrichtigung durch einen Partner vor dem ersten Angriff Informationen über ihren eigenen Telegram-Kanal veröffentlicht. Dass die Nachricht des Partners ausblieb, bedeutete nicht, dass die Ukraine keine eigene Warnung hatte. [3]
Serhii „Flash“ Beskrestnov, Berater von Präsident Volodymyr Zelensky, sagte der BBC, die US-Warnungen vor bevorstehenden ballistischen Angriffen seien unzuverlässig geworden. Er behauptete, infolgedessen seien Menschen gestorben, nannte aber weder ein Opfer noch einen Vorfall, der einen Zusammenhang zwischen einer ausgebliebenen Warnung und einem Todesfall belegen würde. Beskrestnov sagte, andere Geheimdienstinformationen flössen weiterhin und die Ukraine könne anhand eigener Radardaten begrenzte Warnungen ausgeben. [1]
Zelensky sagte, Russland habe während der nächtlichen Angriffe 16 ballistische Raketen auf Kiew und die umliegende Region abgefeuert. Behörden in der Hauptstadt meldeten laut Associated Press den Tod einer 21-jährigen Frau. Aus den Berichten geht weder hervor, welcher Angriff sie getötet hat, noch ob eine frühere Warnung eines Partners den Ausgang hätte ändern können. [2] [4]
US-Außenminister Marco Rubio bestritt, dass es eine Pause beim Austausch von Geheimdienstinformationen gegeben habe, sagte aber, er könne sich nicht dazu äußern, was beim jüngsten Angriff geschehen sei. Er erwähnte ein Problem mit der Frühwarnsoftware der Ukraine einige Nächte zuvor, nicht als Erklärung für die fehlende Warnung am Sonntagabend. Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte der BBC, die Abläufe beim Austausch von Geheimdienstinformationen hätten sich nicht geändert.
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