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BBC-Interviews und die sechsjährige Haftstrafe für einen russischen Aktivisten verdeutlichen die Risiken für manche Menschen, die nach abgelehnten Asylanträgen zurückgeführt werden. Aus den offiziellen Abschiebezahlen geht nicht hervor, wie viele Dissidenten darunter sind.
Erstellt mit eingehender KI-Recherche, quellenbasiertem Schreiben und sprachlicher Korrektur. Quellen und Unsicherheiten stehen beim Artikel.
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Russen, deren Asylanträge in den Vereinigten Staaten abgelehnt wurden, berichten in neuen BBC-Interviews, dass sie nach ihrer Rückkehr nach Moskau von Sicherheitsbeamten verhört wurden. In einem anderen Fall wurde der Aktivist Leonid Melekhin in Russland zu sechs Jahren Haft verurteilt, nachdem er nach einem abgelehnten US-Asylantrag zurückgekehrt war. Die Berichte zeigen, was für Einzelne auf dem Spiel stehen kann. Aus den Abschiebezahlen geht jedoch nicht hervor, wie viele Kriegsgegner oder Deserteure zurückgeschickt werden.
Eine von der BBC als Katya bezeichnete Frau sagte, Beamte des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB hätten sie stundenlang befragt, als im Dezember 2025 ein Abschiebeflug ankam. Sie sagte, männliche Passagiere hätten Papiere erhalten, die sie verpflichteten, sich bei einem Rekrutierungsbüro des Militärs zu melden. Ein weiterer Passagier und ein Aktivist bestätigten ihre Darstellung, so die BBC, die nach eigenen Angaben auch entsprechende Dokumente und Fotos gesehen hat. Katya sagte, sie sei freigelassen worden, doch die Polizei rufe sie weiterhin an und besuche sie. Die Meldepapiere belegen nicht, dass jemand aus dem Flugzeug zum Kampf in die Ukraine geschickt wurde. [1]
Melekhins Asylantrag wurde abgelehnt, während er sich in US-Einwanderungshaft befand. Nach seiner Rückkehr nach Russland im Juli 2025 wurde er festgenommen, berichtet Mediazona. Am 5. Oktober 2026 verurteilte ihn ein Militärgericht in Jekaterinburg in zwei Fällen der „Rechtfertigung des Terrorismus“ zu sechs Jahren in einer Strafkolonie. Mediazona berichtete, dass es in dem Fall um einen Beitrag mit dem Bild einer Protestaktion ging, auf dem Wladimir Putin abgebildet war, sowie um einen separaten Internetkommentar, dessen Inhalt unbekannt ist. Das Verfahren war nicht öffentlich; die Lokalzeitung Vechernie Vedomosti berichtete, die Pressestelle des Gerichts habe das Urteil bestätigt. [5] [6] [10]
Die BBC bezeichnet Melekhin als abgeschoben. Sein staatlich bestellter Anwalt sagte Mediazona, Melekhin habe nach der Ablehnung seines Asylantrags um seine Rückführung gebeten. Ein Bekannter bezweifelte dagegen, dass er freiwillig zurückgekehrt wäre. Aus diesen Darstellungen gehen die genauen Umstände seiner Ausreise aus den USA nicht hervor; sie ändern nichts daran, dass er anschließend in Russland festgenommen und verurteilt wurde.
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Ein weiterer BBC-Interviewpartner, ein ehemaliger russischer Soldat namens Artyom, sagte, er sei nach der Ablehnung seines Asylantrags durch die USA über Ägypten zurückgebracht worden. Er sagte, er sei in einer russischen militärischen Haftanstalt festgehalten worden, von dort geflohen und inzwischen wieder außerhalb Russlands. Der Guardian und das russische Medium Vyorstka berichteten unabhängig voneinander über Flüge über Ägypten im Jahr 2025 und sprachen mit weiteren Rückkehrern, die von Verhören in Moskau berichteten. Aus diesen Berichten geht nicht hervor, was mit jedem Passagier geschah. [1] [7] [8]
Ein US-Einwanderungsbeamter erklärte in einem Verfahren vor einem Bundesgericht, dass im US-Haushaltsjahr 2025 bis zum 13. September 1.273 russische Staatsangehörige nach Russland abgeschoben worden seien. Die Zahl erfasst Staatsangehörigkeit und Zielland, nicht die politische Haltung oder den Umgang mit den Menschen bei ihrer Ankunft. Zahlen der deutschen Regierung verzeichnen sieben Abschiebungen nach Russland im Jahr 2023, 66 im Jahr 2024 und 111 von Januar bis Oktober 2025. 2021 lag die deutsche Gesamtzahl bei 283, sodass der Anstieg gegenüber dem Tiefstand von 2023 keinen ununterbrochenen langfristigen Zuwachs belegt. Auch geht aus den Gesamtzahlen nicht hervor, wie viele der Abgeschobenen Dissidenten waren. [4] [2]
Die Schutzquote für russische Staatsangehörige in Deutschland sank von 29 % im Jahr 2023 auf 6,9 % im Jahr 2025, wenn Verfahrensentscheidungen nicht berücksichtigt werden. Die Quoten beziehen sich allgemein auf Entscheidungen zu Antragstellern aus Russland, nicht speziell auf Kriegsgegner. Die deutsche Regierung selbst hat eine dramatische Verschlechterung der Menschenrechtslage in Russland beschrieben, darunter die zunehmende Unterdrückung von Kritikern des Krieges. Die deutsche Asylbehörde sagte der BBC, Schutz hänge im Einzelfall von einer begründeten Furcht vor Verfolgung ab. [2] [3] [1]
Auch in Finnland ist diese Einzelfallprüfung umstritten. Ein von der BBC als Mikhail und Dasha bezeichnetes Paar fürchtet die Abschiebung nach wiederholten Ablehnungen seiner Asylanträge. Nach dem Bericht der BBC über die Entscheidung der finnischen Einwanderungsbehörde kam diese zu dem Schluss, es gebe keine vernünftigen Gründe für die Annahme, dass dem Paar bei einer Rückkehr schwere Menschenrechtsverletzungen drohten. Amnesty International, das Paar unterstützt, sagt hingegen, ihm drohten tatsächlich Festnahme, Strafverfolgung, Inhaftierung und Folter. Zum Zeitpunkt des BBC-Berichts war das Paar noch nicht zurückgeführt worden. [1]