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Der Brent-Preis stieg auf über 110 Dollar je Barrel, während US-Abgeordnete versuchten, eine Handelslizenz für russischen Diesel rückgängig zu machen. Der Gesetzentwurf ist noch nicht verabschiedet; wie viel Treibstoff dadurch letztlich geliefert würde, ist unklar.
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Der Preis für Brent-Rohöl stieg im Handel am Freitag, dem 16. Oktober, auf über 110 Dollar je Barrel. Die Märkte wogen dabei Risiken für die Energieversorgung und einen US-Gesetzentwurf zu russischen Dieselgeschäften ab. Nieuws.nl berichtete unter Berufung auf ANP/Bloomberg von einem Anstieg um fast 4 %. NBC News zufolge überschritt Brent kurz nach 14.30 Uhr US-Ostküstenzeit die Marke von 110 Dollar; es handelte sich um einen Tageshöchststand, nicht um einen Schlusskurs. [1] [7]
Der Abgeordnete Gregory Meeks, der ranghöchste Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, kündigte einen Gesetzentwurf an, der eine neue Lizenz des US-Finanzministeriums für Geschäfte mit Diesel russischer Herkunft aufheben würde, falls er Gesetz wird. Die am 9. Oktober erteilte Allgemeine Lizenz 135 erlaubt bestimmte Verkäufe, Lieferungen und Einfuhren bis zum 7. April 2027. Der Gesetzentwurf würde zudem künftige Genehmigungen für russische Energie beschränken; die bestehende Lizenz bleibt jedoch in Kraft. NBC News schätzte die Chancen des Gesetzentwurfs auf eine Verabschiedung im von den Republikanern kontrollierten Repräsentantenhaus als gering ein. [2] [3] [4] [7]
Präsident Donald Trump sagte am 9. Oktober, Russland werde umgehend mehr als 300.000 Tonnen Diesel liefern, im November weitere 500.000 Tonnen und danach eine Million Tonnen. Weitere drei Millionen Tonnen hingen vom Zustand russischer Raffinerien ab, sagte er. Selbst einschließlich dieser an Bedingungen geknüpften Menge belaufen sich die angekündigten Lieferungen auf etwas mehr als 4,8 Millionen Tonnen – nicht auf die von Nieuws.nl beschriebenen Hunderte Millionen Barrel. NBC News berichtete, dass bis Freitag kein russischer Diesel identifiziert worden sei, der den Weltmarkt erreicht habe. [5] [1]
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Ob die Lieferungen tatsächlich erfolgen, ist offen. NOS berichtete unter Berufung auf den Datenanbieter Kpler, dass die russischen Diesel-Exporte im September zum Erliegen gekommen seien; ein Jahr zuvor hätten sie bei 1,5 bis 2,5 Millionen Tonnen pro Monat gelegen. Der Kpler-Analyst Ivan Rjabov sagte NOS, Russland könne die erste angekündigte Menge liefern, größere spätere Lieferungen seien jedoch ungewiss. [8]
Ein von NBC News zitierter Analyst von Wells Fargo sagte, der Gesetzentwurf verstärke die Zweifel an der Diesel-Vereinbarung. Er verwies auch auf die Sorge über Angriffe auf die Schifffahrt und Infrastruktur im Nahen Osten. Daher lässt sich dem Gesetzentwurf kein bezifferter Anteil am Brent-Anstieg vom Freitag zuschreiben. Berichte, wonach die Marke von 110 Dollar erstmals seit Mai überschritten worden sei, bedürfen einer gesonderten Einordnung: Ein Marktbericht aus dem September und ein Markt-Podcast verzeichneten beide am 11. September einen Höchststand der Brent-Futures von etwa 110,19 Dollar. Ohne einen Vergleich gleichartiger Kontrakte bleibt die Aussage „erstmals seit Mai“ ungeklärt. [7] [9] [10]