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Die europäische Raumsonde Hera wird voraussichtlich im November 2026 bei Dimorphos eintreffen, dem Asteroiden, auf den NASAs DART 2022 einschlug. Die Mission soll klären, wie stark dieser Zusammenstoß den kleinen Himmelskörper verändert hat.
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Dimorphos ist der kleinere Teil eines Asteroidenpaares: Der Himmelskörper ist nach Angaben der ESA etwa 151 Meter breit und umkreist Didymos, der 780 Meter groß ist. Hera ist auf dem Weg zu dem Duo und soll im November dort ankommen. [1]
NASAs DART schlug am 26. September 2022 auf Dimorphos ein. Kurz vor dem Zusammenstoß sah die Sonde eine Oberfläche voller großer Felsbrocken, meist von der Größe eines Autos bis zu der eines Hauses. Diese Bilder sind jedoch keine verlässliche Beschreibung des heutigen Zustands. Beim Einschlag wurde Material ins All geschleudert, und laut ESA wurde Dimorphos wahrscheinlich stark verformt. Wie stark sich der Himmelskörper verändert hat, soll Hera erst feststellen. [1]
Die Bedingungen bei dem Asteroidenpaar unterscheiden sich stark von denen auf der Erde. Die ESA schätzt die Schwerkraft auf Didymos auf etwa ein Vierzigtausendstel der Erdschwerkraft. Auf Dimorphos beträgt sie sogar nur etwa ein Zweihunderttausendstel.
Um diese geringe Anziehungskraft anschaulich zu machen, beschreibt die ESA einen hypothetischen Astronauten, der auf Dimorphos hinabsteigt. Aus einer Entfernung von zwei Kilometern würde der Fall etwa zwei Erdentage dauern, sofern der Astronaut die Richtung richtig korrigiert. Die Ankunftsgeschwindigkeit läge bei nur etwa zehn Zentimetern pro Sekunde. Ein zu starkes Zurückprallen könnte dennoch ausreichen, um wieder ins All zu fliegen. Das ist ein anschauliches Szenario, keine angekündigte bemannte Mission. [1]
Auch zur Oberflächenbeschaffenheit sind noch Fragen offen. Wie fest die Felsbrocken zusammenhängen, ist unklar. Für eine mögliche Staubschicht darunter gibt es bislang keine direkten Belege: DARTs Kamera hat dafür möglicherweise nicht genug Details aufgenommen, die Schicht könnte aber auch fehlen.
Die ESA erwartet vorerst keine menschlichen Besucher bei dem Asteroidenpaar. Hera soll nach ihrer Ankunft jedoch zwei kleine CubeSats aussetzen. Nach Angaben der ESA helfen die Gedankenexperimente dem Team dabei, Instrumente abzustimmen und Flugbahnen sowie die späteren Landungen der Satelliten vorzubereiten. [1]
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