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Bei deutsch-niederländischen Ermittlungen wegen mutmaßlichen Goldschmuggels sind drei Männer festgenommen worden. Die von den Ermittlern genannte deutlich größere Goldmenge ist eine Schätzung für einen Zeitraum von sechs Jahren und wurde nicht bei den Durchsuchungen am Mittwoch sichergestellt.
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Deutsche und niederländische Ermittler haben am Mittwoch, dem 7. Oktober, drei Männer bei grenzüberschreitenden Ermittlungen wegen mutmaßlichen Goldschmuggels und Geldwäsche festgenommen. Rund 450 Polizei- und Zollermittler durchsuchten etwa 40 Wohnungen und Geschäftsräume, unter anderem in Köln, Berlin und der niederländischen Provinz Friesland. Zeitgleich fand nach einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung in der Nähe von Rotterdam statt. [1]
Die drei Männer wurden aufgrund von Haftbefehlen als Hauptverdächtige in einem Ermittlungsverfahren gegen 24 Personen festgenommen. Die Behörden teilten mit, dass sie noch am selben Tag Ermittlungsrichtern vorgeführt werden sollten. Die Ermittlungen dauern an, und für die Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. [1]
Die Einsatzkräfte meldeten die Sicherstellung von rund 800 g eingeschmolzenem Gold, Bargeld im hohen fünfstelligen Eurobereich, 12 Fahrzeugen, einem Motorrad, Dokumenten und digitalen Speichermedien. Die Behörden kündigten außerdem Maßnahmen zur Vermögensabschöpfung an, die acht der Fahrzeuge und eine Sicherungshypothek in Höhe von 2 Mio. € betreffen. Bei der Hypothek handelt es sich nicht um Bargeld, das bei den Durchsuchungen sichergestellt wurde. [1]
Die Ermittler schätzen, dass innerhalb von sechs Jahren mehr als eine Tonne und bis zu vier Tonnen Gold im Wert von etwa 55 Mio. € bis 210 Mio. € in die Türkei transportiert wurden. Dabei handelt es sich um eine Schätzung früherer Transporte, nicht um die am Mittwoch sichergestellte Menge. Die Ermittler vermuten, dass die Gruppe Erträge aus Straftaten, vor allem aus dem Drogenhandel, zum Kauf von Altgold verwendete, dieses zu Barren einschmolz und auf dem Land- und Luftweg in die Türkei schickte. Ein Teil des verarbeiteten Goldes oder Schmucks soll unter Verstoß gegen Zollvorschriften nach Deutschland zurückgebracht worden sein. [1]
Die Behörden führen die Ermittlungen auf einen Fund am Straßenrand im Jahr 2023 zurück: In einem umgebauten Fahrzeug waren mehr als 55 kg Gold und fast 500.000 € versteckt. Gold und Bargeld im Wert von mehr als 4 Mio. € seien später in diesem gesonderten Fall endgültig eingezogen worden, teilten sie mit. Außerdem wurden im Februar 2026 in Köln mehr als 5 kg Goldschmuck sichergestellt.
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Bei parallelen Ermittlungen in den Niederlanden geht es um einen mutmaßlich illegalen Finanzvermittler, der nach Einschätzung der Ermittler für andere Mitglieder des mutmaßlichen Netzwerks rund 60 Mio. € Bargeld abgewickelt hat. [1]