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US-Importeure trugen 2018–2021 nahezu die gesamten Kosten der untersuchten Einfuhrzölle, so die USITC. Die Rechnung an der Grenze ist jedoch nicht dasselbe wie die Rechnung im Laden.
Was hat sich geändert? · 15.09.26, 22:29 UTC
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Wer zahlt die Rechnung, wenn ein Land Einfuhrzölle erhebt? Die Antwort beginnt beim Importeur, endet dort aber nicht. Unternehmen können höhere Kosten selbst tragen oder weitergeben. Diese Unterscheidung ist entscheidend, um die Auswirkungen der Handelspolitik zu verstehen.
Bei den US-Zöllen, die die USITC für 2018–2021 untersuchte, stiegen die Einfuhrpreise einschließlich Zoll im Durchschnitt nahezu ebenso stark wie die Zölle selbst. Die Kosten wurden damit nahezu vollständig von US-Importeuren getragen. Der Bericht erschien 2023. [1][2]
Ein Importeur kann Kosten weitergeben, aber auch eine geringere Gewinnspanne hinnehmen. Wie die Rechnung letztlich verteilt wird, hängt unter anderem vom Wettbewerb und vom Spielraum für Preiserhöhungen ab.
Importeur und Verbraucher sind also nicht dieselbe Stelle in der Kette. Diese Unterscheidung steht auch im Mittelpunkt der Analyse von Matthew Higgins, Thomas Klitgaard und Michael Nattinger aus dem Jahr 2019. Ihr Beitrag auf der Website der New York Fed bietet ergänzende Einblicke, untersucht aber nicht genau denselben Zeitraum und dieselben Fragen wie der spätere USITC-Bericht. [3]
Die USITC schätzte, dass die Zölle die Produktion US-amerikanischer Stahl- und Aluminiumhersteller steigerten. Für Unternehmen, die diese Materialien verarbeiten, wirkten sich die höheren Materialkosten hingegen bremsend auf die Produktion aus. [1]
Diese Unterschiede zwischen den Branchen erschweren ein einfaches Gesamturteil. Mehr Produktion in einer Branche ist nicht automatisch ein Gewinn für die gesamte Wirtschaft. Der Bericht enthält keine vollständige Beurteilung der wirtschaftlichen Gesamtbilanz der Politik. [2]
Die Stahl- und Aluminiumzölle traten unter Trump am 23. März 2018 in Kraft. Die spätere Untersuchung zeigt, wie sich die Kosten der untersuchten Maßnahmen in diesem Zeitraum auswirkten.
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Entscheidend bleibt die Unterscheidung zwischen Einfuhrkosten, Verbraucherpreisen und den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen. Wer eine Aussage zu Zöllen beurteilt, muss zunächst wissen, um welchen dieser drei Aspekte es geht.
Wer den Zoll zahlt, trägt nicht zwangsläufig alle letztlich anfallenden Kosten. Die Erkenntnis, dass Importeure höhere Einfuhrkosten tragen, sagt noch nicht aus, wie viel davon sich im Ladenpreis niederschlägt. Ein Unternehmen kann beispielsweise seine Gewinnspanne senken oder den Verkaufspreis erhöhen.
Ein einfaches Rechenbeispiel macht das deutlich. Kostet ein Produkt bei der Einfuhr 100 Euro und kommen 10 Euro Zoll hinzu, belaufen sich die Einfuhrkosten auf 110 Euro. Der Ladenpreis ergibt sich daraus nicht unmittelbar: Auch Gewinnspannen, sonstige Kosten und der Wettbewerb spielen eine Rolle. Dies ist ein fiktives Beispiel, kein gemessener Preiseffekt.
Für eine Beurteilung neuer Zölle sind daher aktuelle Daten und eine genaue Abgrenzung erforderlich: um welches Produkt, welches Land und welchen Zeitraum geht es? Die Untersuchung zu 2018–2021 bietet Hintergrundinformationen, aber keine fertige Antwort auf eine spätere Maßnahme.