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Die Menschenrechtsorganisation berichtet von mindestens 34 getöteten Zivilisten bei Einsätzen der malischen Armee und Wagners sowie von weiteren Todesopfern bei zwei Drohnenangriffen.
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Amnesty International wirft malischen Soldaten und Mitgliedern der russischen Wagner-Gruppe Kriegsverbrechen vor, darunter die Tötung und Folter von Zivilisten bei Einsätzen zwischen 2023 und 2025. Der Bericht beschreibt die Tötung von mindestens 34 Zivilisten in sieben Ortschaften der Regionen Ségou, Mopti und Timbuktu, überwiegend bei gemeinsamen Patrouillen. Die Zahl umfasst die von Amnesty untersuchten Fälle, nicht alle zivilen Todesopfer des Konflikts. [2] [3]
Amnesty zufolge nahm keiner der Getöteten unmittelbar an Kämpfen teil. Einige wurden auf der Flucht oder nach ihrer Festnahme erschossen. Für die umfassendere Untersuchung wurden 119 malische Geflüchtete in Mauretanien befragt, darunter 33 Personen, die über die 34 Todesfälle berichteten. Wegen Zugangsproblemen und der Sicherheitslage konnten die Forschenden die Orte der Vorfälle in Mali nicht besuchen. In den meisten Fällen konnte Amnesty nach eigenen Angaben nicht feststellen, welches Mitglied einer Patrouille unmittelbar für eine Tötung verantwortlich war. [2] [3]
Der Bericht beschreibt gesondert zwei Drohnenangriffe des malischen Militärs im Jahr 2025, bei denen Amnesty zufolge mindestens 23 Menschen getötet wurden, darunter mindestens fünf Kinder. Die Organisation zählt 16 getötete Zivilisten auf einem Markt in Ejdeir. Die malische Armee erklärte, sie habe ein Treffen von Kämpfern in einem Durchgangslager angegriffen und 11 von ihnen getötet; Amnesty bringt diese Erklärung anhand der Ortsangaben mit dem Angriff in Ejdeir in Verbindung, räumt aber ein, ein militärisches Ziel dort nicht vollständig ausschließen zu können. Die Armee hat zudem allgemein erklärt, ihre Einsätze richteten sich ausschließlich gegen Mitglieder bewaffneter Gruppen. [2] [3]
Wagner wurde in Mali im Juni 2025 durch das mit dem russischen Verteidigungsministerium verbundene Africa Corps abgelöst. Amnesty zufolge ereigneten sich bis auf einen alle im Bericht beschriebenen Vorfälle mit Beteiligung ausländischen Personals vor diesem Wechsel. Die Organisation übermittelte ihre Ergebnisse am 3. August 2026 an die malischen Behörden und erklärte, bis zur Veröffentlichung keine Antwort erhalten zu haben. Sie fordert unparteiische Ermittlungen und, sofern gerechtfertigt, Strafverfolgung.
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