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Intensivere Angriffe in der Ukraine verschärfen das Leid der Zivilbevölkerung und erhöhen das Risiko, dass der Krieg auf Nachbarländer übergreift, warnt die ranghohe UN-Beamtin Rosemary DiCarlo. Die anfällige Energieversorgung sei mit Blick auf den kommenden Winter ein zusätzliches Problem.
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Der Krieg in der Ukraine tritt nach Einschätzung von Rosemary DiCarlo, der ranghöchsten UN-Beamtin für politische Angelegenheiten und Friedenskonsolidierung, in eine gefährlichere Phase ein. Im Sicherheitsrat warnte sie am 23. September vor intensiveren Angriffen, zunehmendem Leid der Zivilbevölkerung und einem wachsenden Risiko, dass sich die Gewalt auf die Region ausweitet. Dabei handelt es sich um ihre Einschätzung, nicht um eine gemeinsame Position des Rates. [1]
Nach Angaben der UN-Menschenrechtsmission in der Ukraine wurden in den ersten acht Monaten von 2026 bereits mehr Zivilisten getötet oder verletzt als im gesamten Jahr 2025. Der Vergleich bezieht sich auf Getötete und Verletzte zusammen: Die Zahl der Getöteten allein lag noch unter der des vorangegangenen Kalenderjahres. [2]
Im August verzeichnete die Mission mindestens 372 getötete und 2.349 verletzte Zivilisten. Das war die zweithöchste Monatssumme des Jahres 2026, lag aber unter dem Wert für Juli. Die Zahlen zeigen also keinen ununterbrochenen monatlichen Anstieg. Sie umfassen nur verifizierte Fälle; wegen des fehlenden Zugangs und nicht überprüfbarer Meldungen liegt das tatsächliche Ausmaß des Leids der Zivilbevölkerung nach Einschätzung der Mission wahrscheinlich deutlich höher. [2]
In ihrer im Januar veröffentlichten Übersicht für 2025 teilte die Mission mit, dass 97 Prozent der damals verifizierten zivilen Opfer in der Ukraine durch russische Angriffe auf Gebiete unter Kontrolle der ukrainischen Regierung zu beklagen waren. Dieser Prozentsatz bezieht sich auf 2025 und gibt keine Verteilung für 2026 an. [3]
Einen Tag nach DiCarlos Warnung meldete das rumänische Verteidigungsministerium einen neuen Grenzvorfall. Ein Flugobjekt befand sich am Morgen des 24. September etwa vier Minuten im nationalen Luftraum und stürzte danach bei Solca im Kreis Suceava ab. Nach Angaben des Ministeriums gab es weder Opfer noch Sachschäden. Die sichtbare Mitteilung nennt weder Typ noch Herkunft des Objekts. Ein absichtlicher Angriff auf Rumänien ist damit nicht festgestellt. [4]
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Nicht jeder Grenzalarm bedeutet zudem eine Luftraumverletzung. Nach dem Einsatz von F-16 am 21. September und dem Alarm in der Nacht vom 22. auf den 23. September meldete das Ministerium keine Verletzungen des rumänischen Luftraums. [5] [6]
DiCarlo verwies auch auf die anfällige ukrainische Energieversorgung. Die Häufung von Angriffen auf die bereits stark belastete Infrastruktur könnte ihrer Einschätzung nach in den kommenden Monaten Millionen Menschen ohne Licht und Wärme zurücklassen. Das ist eine Warnung vor einer möglichen Folge, keine Feststellung einer Zahl künftiger Betroffener. [1]
Gleichzeitig wird die Energieversorgung ausgebaut. Nach Angaben des Razumkov Centre wurden in der ersten Hälfte von 2026 neue Windkraft- und Speicherkapazitäten in Betrieb genommen. Das Forschungszentrum weist jedoch auch auf einen Mangel an Mitteln für die Wintervorbereitungen hin. Ob die verfügbare Kapazität in diesem Winter ausreichen wird, ist noch nicht festgestellt. [8]