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Der UN-Sicherheitsrat hat eine Untersuchung der tödlichen Drohnenangriffe in Abyei gefordert. Widersprüchliche Angaben zur Zahl der Todesopfer und umstrittene Behauptungen zur Verantwortung lassen zentrale Fragen offen.
Was hat sich geändert? · 23.10.26, 23:16 UTC
Erstellt mit eingehender KI-Recherche, quellenbasiertem Schreiben und sprachlicher Korrektur. Quellen und Unsicherheiten stehen beim Artikel.
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Bei Drohnenangriffen in Abyei wurden am Montag Dutzende Zivilisten getötet, teilten die Vereinten Nationen mit. Ein örtlicher Vertreter meldete allein für den Markt von Amiet 153 Tote. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Angriffe nahe dem Markt und in Todach, einem zwischen Sudan und Südsudan umstrittenen Gebiet. Er nannte keinen Angreifer. [1]
Ein UN-Sprecher bezifferte die vorläufige Zahl der Todesopfer in Amiet und Todach zusammen am Dienstag auf mindestens 28 Zivilisten. Guterres sagte, unter den Getöteten seien Frauen und Kinder gewesen, viele Menschen seien verletzt oder vermisst, und die Interimstruppe der Vereinten Nationen für Abyei (UNISFA) prüfe die Opferzahlen noch. Die UN-Zahl war keine endgültige Bilanz für den Markt. [2] [1]
Yohana Akol Ngor, Abyeis amtierender Informationsminister, sagte Reuters am Dienstag, die Zahl der Toten auf dem Markt sei von 73 auf 153 gestiegen. Reuters verifizierte Videoaufnahmen, die an diesem Tag dort gemacht worden waren und verkohlte Fahrzeuge und Gebäude sowie ein noch brennendes Feuer zeigten. Ärzte ohne Grenzen teilte mit, dass mehr als 20 Verletzte im Ameth-Bek-Krankenhaus eingetroffen seien, darunter Patienten mit Verbrennungen und mehrere in kritischem Zustand. [3] [4]
Ngor hat auch widersprüchliche Angaben zu den Bestattungen gemacht. Europa Press berichtete unter Berufung auf ein Interview mit Eye Radio, er habe etwa 153 Opfer in einem Massengrab und 73 in einem weiteren beschrieben – insgesamt ungefähr 226. Anadolu berichtete unter Berufung auf ein Interview mit Radio Tamazuj am Mittwoch, er habe die Gesamtzahl der begrabenen Toten mit 153 angegeben; weitere Menschen würden noch vermisst. Beide Angaben stammen von demselben Vertreter, und es ist unklar, warum sie voneinander abweichen. [5] [6]
Ngor und das Außenministerium Südsudans machten die sudanesische Armee für den Angriff auf den Markt verantwortlich. Südsudan bestellte aus Protest den sudanesischen Botschafter ein. Ein nicht namentlich genannter hochrangiger sudanesischer Militärvertreter sagte der Associated Press, die Armee habe Tanklastwagen mit Treibstoff angegriffen, die seiner Aussage nach für die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) bestimmt gewesen seien. Er behauptete, die Getöteten seien RSF-Mitglieder und Treibstoffschmuggler gewesen. AP konnte seine Angaben zu den Zielen und Opfern nicht verifizieren und teilte mit, dass er nicht befugt gewesen sei, mit der Presse zu sprechen.
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Ein Augenzeuge sagte Reuters, am Markt seien keine RSF-Kämpfer zu sehen gewesen. Reuters berichtete außerdem, diplomatische Quellen hätten erklärt, ein Treibstofflager dort sei in der Vergangenheit von der RSF genutzt worden. Das belegt nicht, wer am Montag getötet wurde. [3]
Guterres sagte, UNISFA habe medizinisches Personal, Feuerlöschausrüstung und schnelle Eingreiftruppen entsandt, um die Opfer zu versorgen und zu evakuieren sowie das Feuer einzudämmen. Der endgültige Status Abyeis ist ungeklärt, seit Südsudan 2011 unabhängig wurde. Guterres rief beide Regierungen dazu auf, weitere Angriffe zu verhindern und den entmilitarisierten Status des Gebiets zu wahren. [1] [4]
Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten die Drohnenangriffe vom 19. Oktober nahe dem Markt von Amiet und in Todach im Gebiet Abyei, das zwischen Sudan und Südsudan umstritten ist. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung forderten sie eine „umfassende, transparente und rasche Untersuchung“ und erklärten, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Sie riefen außerdem dazu auf, die Militäroperationen und die Besetzung in Abyei zu beenden. Das Gebiet müsse frei von bewaffneten Kräften bleiben, mit Ausnahme der UN-Friedensmission UNISFA.
Die Zahl der Todesopfer wird noch ermittelt. Bei einer Unterrichtung am 21. Oktober sagte ein UN-Sprecher, UNISFA habe mindestens 80 Tote bei den Angriffen gemeldet und UN-Personal habe 27 Verletzte behandelt. Weitere Menschen würden vermisst. Die Opferzahl war ein vorläufiger Mindestwert; die Zahl der Behandelten war keine Gesamtzahl aller Verletzten.
Die lokalen Angaben widersprechen sich. Abyeis kommissarischer Informationsminister Yohana Akol Ngor sagte Eye Radio am 20. Oktober, etwa 153 Menschen seien in einem Massengrab und 73 in einem weiteren beigesetzt worden – insgesamt etwa 226. Am nächsten Tag sagte er Radio Tamazuj, 153 sei die bestätigte Gesamtzahl, und wies Berichte über mehr als 220 Tote zurück. Der Unterschied zwischen seinen Angaben bleibt ungeklärt.
Südsudanesische und Abyei-Vertreter haben das sudanesische Militär verantwortlich gemacht. Das sudanesische Außenministerium bestritt am Donnerstag, dass seine Streitkräfte beteiligt gewesen seien. Ein hochrangiger sudanesischer Militärvertreter sagte anonym gegenüber der Associated Press, da er nicht befugt sei, mit den Medien zu sprechen, die Armee habe Tanklastwagen mit Treibstoff angegriffen, die seiner Behauptung nach für die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) bestimmt gewesen seien. AP konnte seine Angaben zu den Zielen und den Getöteten nicht verifizieren. Am 21. Oktober erklärte die UN, sie könne noch nicht formell feststellen, wer verantwortlich sei.
Reuters berichtete, fünf Diplomaten und Analysten hätten Amiet als Teil eines Treibstoffversorgungsnetzes beschrieben, das der RSF diene, die gegen die sudanesische Armee kämpft. Ein Marktmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur, RSF-Mitglieder hätten den Markt manchmal besucht, seien aber zum Zeitpunkt des Angriffs nicht dort gewesen. Das südsudanesische Außenministerium erklärte am Freitag, die Umstände des Angriffs, darunter ein möglicher Zusammenhang mit einer RSF-Präsenz, seien nicht geklärt. Ein berichtetes Treibstoffnetz belegt weder, was angegriffen wurde, noch, wer die Drohnen gestartet hat.
Die Mitglieder des Sicherheitsrats warnten, Angriffe auf Zivilisten oder zivile Objekte könnten Kriegsverbrechen darstellen, stellten aber nicht fest, dass dies bei diesen Angriffen der Fall war. Ihre Erklärung fordert eine Untersuchung; sie verkündet nicht, dass eine solche begonnen hat.