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Die UN warnt vor dem anhaltenden Krieg im Sudan. Zugleich gibt es Hinweise auf zunehmende Mangelernährung in Teilen des Landes. Ein vorgeschlagener nationaler Dialog ist weiterhin umstritten.
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Die Konfliktparteien im Sudan kommen einer ausgehandelten Kampfpause nicht näher. Das sagte Rosemary DiCarlo, die UN-Untergeneralsekretärin für politische Angelegenheiten und Friedenskonsolidierung, am 16. Oktober vor dem Sicherheitsrat. Zugleich gingen die Angriffe auf Zivilisten und Hilfseinsätze weiter. DiCarlo sagte, die Kämpfe konzentrierten sich auf Nord-Kordofan, Süd-Kordofan und den Blauen Nil. Drohnen- und Luftangriffe gefährdeten Zivilisten jedoch weit über die Frontlinien hinaus. Die Parteien hätten keine glaubwürdige Bereitschaft zu Kompromissen gezeigt. [1]
Wie gefährdet Hilfslieferungen sind, zeigte ein Angriff am 3. Oktober auf zwei Lastwagen, die im Auftrag des Welternährungsprogramms (WFP) Lebensmittel nach Süd-Kordofan transportierten. Ein Fahrer kam ums Leben. DiCarlo bezeichnete den Angriff als Drohnenangriff; das WFP sprach von einem Luftangriff, nannte keinen Täter und forderte eine unparteiische Untersuchung. [1] [3]
Ein am 12. Oktober veröffentlichter Bericht zur Ernährungssicherheit warnte, dass das Hungersnotrisiko in Teilen von Groß-Darfur und Groß-Kordofan zunehme. Dazu trügen Konflikte, Vertreibung und Dürre bei. In Nyala in Süd-Darfur ergaben Untersuchungen von etwa 21.000 Kindern im Alter von sechs bis 59 Monaten zwischen Januar und August, dass der Anteil der Kinder mit schwerer akuter Mangelernährung unter denjenigen, die Ernährungsdienste in Anspruch nahmen, von 5,2 % auf 11,4 % stieg. Diese Zahl bezieht sich auf Kinder, die Zugang zu Versorgung hatten, nicht auf alle Kinder in der Stadt; der Bericht stellt keine neue Einstufung als Hungersnot dar. [4]
Hilfstransporte über Grenzen und Frontlinien hinweg hätten sich insgesamt verbessert, heißt es in dem Bericht. Doch große Bevölkerungsgruppen, insbesondere in Groß-Kordofan, seien weiterhin abgeschnitten oder nicht erreichbar. [4]
Der Vertreter des Sudan schilderte die politischen Bemühungen zuversichtlicher. Vor dem Rat sagte er, ein Vorbereitungskomitee berate darüber, wer an einem inner-sudanesischen Dialog teilnehmen könne und wie dieser ablaufen solle. Armeechef Abdel Fattah al-Burhan habe den Teilnehmern rechtlichen Schutz zugesagt. Das Komitee war nicht neu gegründet worden: Sudanesische Medien berichteten, dass es am 30. August in Khartum öffentlich vorgestellt wurde.
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Eine Teilnahme ist jedoch nicht sicher. Sudan Tribune berichtete im August, politische und zivilgesellschaftliche Gegner von Burhans Dialoginitiative hätten erklärt, sie würden weder daran teilnehmen noch dessen Ergebnis anerkennen. Sie wandten sich gegen ein ihrer Ansicht nach einseitiges Verfahren. DiCarlo sagte, Vermittler arbeiteten auf eine humanitäre Waffenruhe hin, warnte aber, Gespräche müssten zu Zusagen und konkreten Maßnahmen führen. [7] [1]