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Ein Tanker mit 40.000 Tonnen russischem Diesel hat im Rahmen von Trumps neuer Handelsvereinbarung New York als Ziel angegeben. Seine Fahrt ist ein Schritt hin zu einer Lieferung, aber weder ein abgeschlossener US-Import noch eine erhebliche Ausweitung des amerikanischen Angebots.
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Die unter maltesischer Flagge fahrende Agioi Fanendes lud am 22. Oktober in Primorsk 40.000 metrische Tonnen russischen Diesel, wie aus LSEG-Schifffahrtsdaten hervorgeht, über die Reuters berichtete. Das Schifffahrtsanalyseunternehmen Kpler teilte der Associated Press mit, der Tanker habe New York als Ziel angegeben und werde voraussichtlich am 7. November eintreffen. Eine Zielangabe bestätigt nicht, dass die Ladung die USA erreicht oder dort eingeführt wird.
Die Fahrt ist ein Schritt zur Umsetzung des von Donald Trump am 9. Oktober angekündigten Handels mit russischem Diesel. Reuters berichtete, Trump habe die sofortige Ausfuhr von 300.000 Tonnen für die USA und andere Märkte angekündigt, gefolgt von 500.000 Tonnen im November und weiteren einer Million Tonnen. Dabei handelt es sich um angekündigte Exportmengen, nicht um Lieferungen in die USA. Die 40.000 Tonnen des Tankers entsprechen etwa 13 % der zunächst angekündigten 300.000 Tonnen.
Die US-Sanktionsbehörde erteilte am 9. Oktober eine Lizenz, die bestimmte Transaktionen im Zusammenhang mit Verkauf, Lieferung, Entladung und Einfuhr von Diesel russischen Ursprungs bis zum 7. April 2027 erlaubt. Es handelt sich um eine klar begrenzte Ausnahme von zwei Sanktionsregimen, nicht um eine allgemeine Aufhebung der Sanktionen gegen russische Kraftstoffe. Die Ukraine hat andere Länder aufgefordert, Moskau keine Einnahmen für seinen Krieg zu verschaffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete das Dieselgeschäft als „a weak decision by strong partners“, berichtete AP.
Die Ladung umfasst etwa 300.000 Barrel – laut von AP angeführten Zahlen rund 7 % des Dieselverbrauchs der USA an einem Tag. Das verdeutlicht die Größenordnung dieser Lieferung, selbst wenn sie ankommt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am 23. Oktober, ein erster Tanker sei im Rahmen der Vereinbarung ausgelaufen, nannte jedoch kein Ziel in den USA.
Die Angaben dazu, ob es sich um eine historische Premiere handelt, sind weniger eindeutig. Reuters bezeichnete die Ladung als möglicherweise ersten US-Import russischen Diesels seit dem Einfuhrverbot von 2022. AP erklärte unter Berufung auf Kpler, es wäre die erste Lieferung seit Juli 2023. An der unmittelbaren Lage ändert das nichts: Der Tanker hat seine Ladung noch nicht geliefert.
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