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Der EZB-Stab erwartet für 2027 etwas mehr Inflation und Wirtschaftswachstum als im Juni. Zugleich zeigt eine Präsentation von Direktoriumsmitglied Philip R. Lane, dass die jüngsten Energie-Terminkurse über den Annahmen der Septemberprognose liegen.
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Der EZB-Stab hat die Inflationsprognose für den Euroraum für 2027 gegenüber Juni um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Auch das erwartete Wirtschaftswachstum wurde für dieses Jahr um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Das geht aus Präsentationsmaterial von EZB-Direktoriumsmitglied Philip R. Lane für einen Vortrag an der Universität Lausanne am 24. September hervor. [1]
Für 2026 blieb die Inflationsprognose unverändert, während die Wachstumserwartung um 0,1 Prozentpunkte stieg. Für 2028 wurde die erwartete Inflation um 0,1 Prozentpunkte angehoben, während die Wachstumsprognose unverändert blieb. Es handelt sich um Anpassungen von Prognosen, nicht um gemessenes zusätzliches Wachstum oder Preissteigerungen.
Unterdessen liegen die Terminkurse für Öl und Gas vom 22. September sowohl für 2027 als auch für 2028 über dem Energiepreispfad, auf dem die Septemberprognose beruht. Die Marktpreise für künftige Lieferungen deuten damit auf teurere Energie hin, als in dieser Prognose angenommen wurde. Sie legen künftige Preise nicht fest. [1]
Der Vergleich ist zudem eingeschränkt: Für den Energiepreispfad der Prognose wurden durchschnittliche Marktpreise über zehn Handelstage bis einschließlich 19. August verwendet. Die jüngste Terminkurve wurde nicht auf dieselbe Weise gemittelt.
In der Septemberprognose entwickeln sich die Erwartungen für Energie und Lebensmittel unterschiedlich. Die Energieinflationsprognose wurde gegenüber Juni für 2026 um 0,9 Prozentpunkte und für 2027 um 2,3 Prozentpunkte angehoben. Die Lebensmittelpreisinflationsprognose wurde für beide Jahre dagegen um 0,7 Prozentpunkte gesenkt. Dies sind Anpassungen innerhalb der einzelnen Preiskategorien und keine Beiträge, die sich direkt zur Gesamtinflation addieren lassen. [1]
Bei den gemessenen Lebensmittelpreisen war die Inflation bereits zurückgegangen: von 2,43 Prozent im Jahresvergleich im April auf 1,13 Prozent im August. Lebensmittel wurden damit weiterhin teurer, aber langsamer. [1]
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