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Dem ehemaligen kubanischen Präsidenten wird in Florida Verschwörung im Zusammenhang mit dem Tod von vier Männern vorgeworfen. Die Anklage ist von den Bundesanklagen zu unterscheiden, die Anfang dieses Jahres erhoben wurden.
Erstellt mit eingehender KI-Recherche, quellenbasiertem Schreiben und sprachlicher Korrektur. Quellen und Unsicherheiten stehen beim Artikel.
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Ein Richter in Florida hat einen Haftbefehl gegen den ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro wegen eines Vorwurfs auf Bundesstaatsebene unterzeichnet: Verschwörung zum Mord ersten Grades. In dem Fall geht es um den Abschuss zweier Flugzeuge am 24. Februar 1996. Die Flugzeuge wurden von Brothers to the Rescue betrieben, einer in Miami ansässigen Gruppe, die auf See nach kubanischen Migranten suchte. Vier Männer an Bord der Flugzeuge wurden getötet. Der Haftbefehl ergänzt die im Mai bekannt gegebenen Bundesanklagen um ein Strafverfahren in Florida; er ist keine Feststellung, dass Castro persönlich verantwortlich war. [1] [5]
Die Vorsitzende Richterin Ariana Fajardo Orshan unterzeichnete den Haftbefehl am Freitag, dem 16. Oktober, wie der Miami Herald berichtete. Die Zeitung erklärte, sie habe den Haftbefehl und eine dazugehörige eidesstattliche Erklärung erhalten. Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier gab den Schritt am Montag bekannt. Die Behörden des Bundesstaats erklärten, der Richter habe angeordnet, Castro im Fall einer Festnahme ohne Möglichkeit einer Freilassung gegen Kaution festzuhalten. [2] [1]
Ermittler in Florida werfen Castro vor, damals Kubas Verteidigungsminister, Teil einer Entscheidungskette gewesen zu sein, die den Angriff genehmigt habe. Sie sagen, kubanische Geheimdienstmitarbeiter hätten Brothers to the Rescue in Florida unterwandert und Informationen über deren Flüge weitergegeben. Bei der Anklage des Bundesstaats geht es um Verschwörung, nicht um einen Mordvorwurf. Die separate Anklage auf Bundesebene, die im Mai bekannt gegeben wurde, wirft Castro und fünf weiteren Personen dagegen Verschwörung zum Mord an US-Bürgern, Zerstörung von Flugzeugen und Mord vor. Sämtliche Vorwürfe müssen noch vor Gericht geprüft werden. [1] [5]
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel wies den neuen Vorwurf aus Florida als rechtlich und praktisch unbegründet zurück, berichtete die Associated Press unter Berufung auf einen Beitrag, den er auf X veröffentlicht hatte. Als Reaktion auf den Fall auf Bundesebene erklärte die kubanische Regierung im Mai, die Flugzeuge hätten sich im kubanischen Luftraum befunden, und bezeichnete den Abschuss als Selbstverteidigung.
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Diese Darstellung des Standorts der Flugzeuge widerspricht einer Feststellung der Interamerikanischen Menschenrechtskommission aus dem Jahr 1999. Unter Berufung auf eine internationale Untersuchung der Luftfahrt kam die Kommission zu dem Schluss, dass beide Flugzeuge im internationalen Luftraum abgeschossen wurden, und machte Kuba für die Verletzung des Rechts der Insassen auf Leben verantwortlich. Die Feststellung zur Verantwortung des kubanischen Staates entschied nicht über Castros individuelle strafrechtliche Schuld. Ob der ehemalige Präsident vor einem US-Gericht erscheinen wird, ist weiterhin unklar. [8] [4]