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Andy Burnham strebt vor einem Gipfeltreffen in Brüssel am 20. November engere Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU an und bringt zugleich einen möglichen späteren Wiedereintritt ins Gespräch. Der Weg dorthin könnte mehr EU-Regeln und neue Debatten über Freizügigkeit, Kosten und politische Spaltungen mit sich bringen.
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Andy Burnham dürfte ein Gipfeltreffen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU am 20. November in Brüssel nutzen, um engere Beziehungen anzustreben. Seine Offenheit für einen möglichen späteren Wiedereintritt des Vereinigten Königreichs in die EU wirft schwierige Fragen zu Regeln, Freizügigkeit und politischer Unterstützung auf.
Bei dem Gipfeltreffen sollen Vereinbarungen zu Lebensmittelstandards, Emissionshandel und Jugendvisa getroffen werden. Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte der BBC, das Paket sei zu „90 %“ abgeschlossen. Eine EU-Quelle erklärte dagegen, die Seiten stritten noch über eine vorgeschlagene Obergrenze für Jugendvisa: Die EU habe 150.000 Plätze vorgeschlagen, das Vereinigte Königreich 50.000.
Burnham hat eingeräumt, dass das Vereinigte Königreich bei einer engeren Angleichung mehr EU-Regeln befolgen müsste. Dem Artikel zufolge hat er einen Wiedereintritt außerdem als langfristige Möglichkeit dargestellt, auch wenn das Gipfeltreffen nicht darüber entscheiden soll, ob das Vereinigte Königreich in die EU zurückkehren sollte.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Ein Wiedereintritt in den Binnenmarkt wäre mit anderen Verpflichtungen verbunden als die begrenzteren Vereinbarungen, die derzeit erörtert werden. Michel Barnier, ehemaliger Brexit-Verhandlungsführer der EU, hat erklärt, das Vereinigte Königreich könne sich nicht aussuchen, welche der vier Grundfreiheiten des Binnenmarkts es akzeptiere. Eine Mitgliedschaft würde neben dem freien Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr auch die Freizügigkeit von Personen bedeuten und den früheren Beitragsrabatt des Vereinigten Königreichs nicht wiederherstellen. Barnier warnt vor den Bedingungen einer möglichen Rückkehr in den Binnenmarkt erläutert diese Position.
Die BBC berichtet, dass einige Wirtschaftsvertreter engere Beziehungen befürworten könnten, während andere möglicherweise zögerten, Vereinbarungen erneut infrage zu stellen, die sie seit dem Brexit bereits geändert haben. Sie verweist außerdem auf die Unterstützung für einen Wiedereintritt bei einigen Labour-Politikern und Mitgliedern anderer Parteien sowie auf die Warnung eines ehemaligen Labour-Ministers, das Thema könne die Partei spalten.
Die Vorsitzende der Konservativen, Kemi Badenoch, kritisierte das erwartete Abkommen und sagte, Burnham habe seine Verhandlungsposition offengelegt. Der stellvertretende Vorsitzende von Reform UK, Richard Tice, warf ihm vor, Großbritannien „durch die Hintertür“ zurück in die EU bringen zu wollen. Der BBC-Bericht weist auch darauf hin, dass die Aussicht auf einen Wiedereintritt die Debatten über die Kosten einer EU-Mitgliedschaft und über Einwanderung neu entfachen würde.
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Die Vereinbarungen des Gipfeltreffens könnten einen ersten Hinweis darauf geben, wie weit sich das Vereinigte Königreich und die EU einander annähern können. Für sich genommen werden sie die umstrittenere Frage nicht klären, ob das Vereinigte Königreich einen Wiedereintritt anstreben sollte.