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Israels Ministerpräsident fordert Schadenersatz von Medien und Journalisten wegen Berichten, wonach er vor dem Angriff vom 7. Oktober 2023 gewarnt worden sei.
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Netanyahu reichte die Klage am Dienstag beim Bezirksgericht Jerusalem ein und fordert 2.6 Millionen Schekel Schadenersatz. Zu den in der Berichterstattung über den Fall genannten Beklagten zählen Haaretz, Yedioth Ahronoth, Channel 12 und Ynet sowie mehrere Journalisten. Bereits Anfang September hatte er angekündigt, Haaretz zu verklagen; die Klageeinreichung ist ein weiterer Schritt. [1] [2] [3]
In den umstrittenen Berichten geht es um zwei angebliche Warnungen vor dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023. Dem einen Bericht zufolge sprach der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed, mit Netanyahu über einen größeren Schritt der Hamas. Dem anderen zufolge warnte Abbas Kamel, der damalige ägyptische Geheimdienstchef, ihn persönlich vor einem ungewöhnlichen Angriff aus Gaza. Netanyahu sagt, dass er zwischen September 2023 und dem Angriff weder mit einem der beiden Männer telefoniert noch eines der beiden getroffen habe. Er sagte außerdem, die offiziellen Anrufprotokolle enthielten keinen Eintrag zu dem angeblichen Anruf aus den VAE und die Besucherprotokolle wiesen für diesen Zeitraum keinen Besuch eines Vertreters der VAE in seinem Büro aus. [2] [5]
The Times of Israel berichtete, eine mit dem angeblichen Gespräch vertraute emiratische Quelle habe Haaretz’ Darstellung bestätigt. Der Ynet-Journalist Ronen Bergman beschrieb einen diskreten Kommunikationsweg für Anrufe zwischen Netanyahu und bin Zayed: Ein Vertreter der VAE habe dafür Telefone in Netanyahus Büro gebracht, statt israelische Kommunikationssysteme zu nutzen. Separat berichtete The Times of Israel unter Berufung auf Army Radio, der israelische Inlandsgeheimdienst habe Netanyahu eine allgemeine Warnung ägyptischer Ansprechpartner übermittelt. Das unterscheidet sich von der Behauptung, Kamel habe ihn persönlich gewarnt. [3] [5]
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Haaretz erklärt, an seiner Berichterstattung festzuhalten. Das Außenministerium der VAE hat es abgelehnt, Berichte über Gespräche zwischen Regierungschefs zu kommentieren, zugleich aber erklärt, emiratische und israelische Behörden tauschten bei Bedarf relevante Geheimdienstinformationen aus. [1] [4]