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Israels Ministerpräsident verteidigte das militärische Vorgehen seines Landes und lobte Donald Trump, während Delegierte zu Beginn seiner Rede vor der Generalversammlung protestierten.
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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verteidigte am 24. September 2026 bei der UN-Generalversammlung in New York das militärische Vorgehen seines Landes und wies dessen Kritiker zurecht. Während seiner Rede verließen Dutzende Delegierte den Saal. [5] [6]
Die Palästinensische Mission hatte die Delegationen aufgefordert, sich dem Protest anzuschließen. Dies wäre nach ihren Angaben ein Zeichen des Widerstands gegen das, was sie als Völkermord, Kriegsverbrechen und illegale Besatzung bezeichnete. Israel weist diese Vorwürfe zurück. Aus dem Aufruf der Mission lässt sich nicht ableiten, aus welchen Gründen die einzelnen Delegierten den Saal verließen. [5] [6]
Netanjahu forderte alle noch verbliebenen „moralischen Feiglinge“ auf, den Saal zu verlassen. AP berichtete von Jubel und Buhrufen, als er zum Rednerpult ging; AFP zufolge erhob sich sein eigenes Team und applaudierte. Die Berichte belegen einen umfangreichen Auszug, nennen aber keine verifizierte Zahl der beteiligten Länder. [5] [6]
Netanjahu stellte Israels militärischen Kampf als unausweichlich dar und sagte weitere Siege voraus. „Wir werden weiter siegen, weil wir keine andere Wahl haben“, sagte er laut AP. [5]
Wie The Times of Israel berichtete, verwies er außerdem auf die koloniale Vergangenheit Großbritanniens und Frankreichs und wies Vorwürfe zurück, Israel sei eine Kolonialmacht. Aus diesem Bericht geht nicht unabhängig hervor, wie die Vorwürfe genau lauteten oder welchen offiziellen Status sie hatten. [7]
Netanjahu dankte US-Präsident Donald Trump für das Vorgehen gegen Iran. Laut AP behauptete er außerdem, nicht namentlich genannte ausländische Staats- und Regierungschefs hätten Israel im Privaten dafür gedankt, „Irans Atomwaffen ausgeschaltet“ zu haben. Seine Formulierung belegt weder, dass Iran über Atomwaffen verfügte, noch, dass seine nuklearen Fähigkeiten beseitigt worden waren.
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Der Reporter Lazar Berman schrieb am 24. September in einem Liveblog von The Times of Israel, Netanjahu habe in seiner Rede keine neuen Belege zu Iran vorgelegt. [8]
Euronews berichtete am 7. September, dass der Internationalen Atomenergie-Organisation Informationen über Irans deklarierte Nuklearmaterialien und Anlagen fehlten und Inspektoren keinen Zugang zur Überprüfung vor Ort hatten. Außerdem berichtete der Sender, dass der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, die Berichte der Behörde als Instrumente westlichen politischen Drucks zurückgewiesen habe. [9]
Die 17 Tage vor Netanjahus Rede gemeldete Inspektionslücke beweist oder widerlegt seine Behauptung über die Schäden am iranischen Atomprogramm nicht. Welche nuklearen Fähigkeiten Iran am Tag der Rede noch hatte, lässt sich anhand der verfügbaren Berichterstattung nicht unabhängig feststellen. [5] [9]