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Das Weiße Haus sagt, die Trump-Regierung habe durch den Abbau der UN-Bürokratie mehr als 1 Milliarde Dollar eingespart. Die UN-Haushalte wurden tatsächlich gekürzt, doch eine schlüssige Berechnung der Behauptung fehlt.
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Das Weiße Haus schreibt die Einsparung von mehr als 1 Milliarde Dollar am 23. September der Trump-Regierung zu. In der Veröffentlichung werden weder ein Berechnungszeitraum noch ein Vergleichshaushalt oder der gesonderte US-Anteil genannt. Daher bleibt unklar, welche Beträge genau zusammengerechnet wurden. [1]
Der reguläre UN-Haushalt für 2026 wurde auf 3,45 Milliarden Dollar festgesetzt. Der US-Botschafter bei der UN, Mike Waltz, erklärte im April vor dem Senat, der Haushalt sei um etwa 570 Millionen Dollar beziehungsweise 15 Prozent gekürzt worden. [2] [3]
Außerdem genehmigten die Mitgliedstaaten einen separaten Haushalt für Friedensmissionen von etwa 5,1 Milliarden Dollar für den Zeitraum von Juli 2026 bis einschließlich Juni 2027. Laut UN-Controller Chandramouli Ramanathan sind das 550 Millionen Dollar weniger als im vorangegangenen Zeitraum. Es gibt also konkrete Haushaltskürzungen, die die politische Botschaft stützen. [5]
Die von Waltz genannten 570 Millionen und die Netto-Kürzung von 550 Millionen ergeben zusammen 1,12 Milliarden Dollar. Das ist jedoch eine mögliche Rekonstruktion und keine Aufschlüsselung, die das Weiße Haus selbst vorlegt. Zudem beziehen sich die beiden Haushalte auf unterschiedliche Zeiträume.
Auch beim regulären Haushalt unterscheiden sich die Vergleiche. Der UN-Informationsdienst UNRIC nennt einen Rückgang um etwa 7 Prozent gegenüber dem verabschiedeten Haushalt für 2025; das Forschungsinstitut IISD nennt 270 Millionen Dollar. Der US-Kongressforschungsdienst CRS nennt dagegen 15 Prozent. Wie diese voneinander abweichenden Zahlen zusammenhängen, lässt sich anhand der verfügbaren Informationen nicht feststellen. [3] [4] [6]
Eine Kürzung der gemeinsamen UN-Haushalte bedeutet nicht eins zu eins eine Kürzung der US-Ausgaben. Die USA tragen nur einen Teil davon: Laut dem Council on Foreign Relations sind es 2026 22 Prozent des regulären Haushalts und etwa 26 Prozent des Haushalts für Friedensmissionen. Waltz nannte selbst eine gesonderte Verringerung des US-Beitrags um rund 126 Millionen Dollar.
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Ebenso steht nicht fest, welcher Teil der Veränderungen ausschließlich Trump zuzuschreiben ist. UN-Generalsekretär António Guterres startete das Reformprogramm UN80 im März 2025. Auch der finanzielle Druck der USA spielte eine Rolle, doch die Quellen beziffern dessen eigenständige Wirkung nicht. [6] [10]
Weniger Finanzierung betrifft auch mehr als nur die Verwaltung. Human Rights Watch berichtet unter Berufung auf den Menschenrechtskommissar Volker Türk, dass dessen Büro die Zahl der Menschenrechtsmissionen von 11.000 im Jahr 2024 auf 5.000 im Jahr 2025 senkte. Laut dieser Quelle war das auf geringere reguläre und freiwillige Beiträge zurückzuführen. Dieser frühere Rückgang kann weder vollständig Trump noch der nun genannten Milliardeneinsparung zugeschrieben werden. [8]
Vorläufig geht es um niedrigere Haushalte, nicht um geprüfte Nettoeinsparungen. Sowohl das reguläre Haushaltsjahr 2026 als auch das Haushaltsjahr für Friedensmissionen 2026–2027 laufen noch; das endgültige finanzielle Ergebnis steht daher noch nicht fest.