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Öl hat die Strände von Umm Al Quwain erreicht. Die Behörden ordneten vorübergehende Schließungen an und begannen mit den Aufräumarbeiten. Satellitenbilder deuten auf einen Tanker hin, der zuvor in diesem Monat getroffen wurde. Ursache und Umweltauswirkungen des Lecks sind jedoch weiterhin unklar.
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Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten am Freitag mit, dass Öl von einem Tanker die Strände von Umm Al Quwain erreicht habe. Daraufhin wurden alle Strände und Küstengebiete des Emirats vorübergehend geschlossen. Einsatzteams hätten damit begonnen, die Ausbreitung des Öls einzudämmen und betroffene Gebiete zu reinigen, erklärte das Ministerium für Klimawandel und Umwelt. BBC Verify berichtete, es habe Aufnahmen verifiziert, die zeigten, wie Öl an die Küste gespült werde. AFP-Journalisten sagten, die Polizei beschränke den Zugang zum Gebiet Umm Al Quwain.
Auch das benachbarte Schardscha schloss den Strand Al Hamriyah vorübergehend. Die Regierung bezeichnete die Entscheidung als Vorsichtsmaßnahme, um zu verhindern, dass Verschmutzung die Küste erreicht – nicht als Meldung, dass dort Öl angespült worden sei. Die Schließungen in Umm Al Quwain sollten so lange in Kraft bleiben, bis technische Teams ihre Prüfungen abgeschlossen und entschieden hätten, was zum Schutz der Bevölkerung und der Meeresumwelt nötig sei.
Von BBC Verify ausgewertete Satellitenbilder zeigten bis zum 21. Oktober einen Ölteppich, der sich mehr als 35 Kilometer von einem Schiff aus erstreckte. Von Reuters und AFP zitierte Forschende schätzten seine Fläche auf etwa 160 beziehungsweise 190 Quadratkilometer. Diese Schätzungen zeigen nicht, wie viel Öl ausgelaufen ist: Ein von AFP befragter Analyst sagte, anhand der Bilder lasse sich nicht feststellen, ob der Ölteppich aus einer dicken Rohölschicht oder einem dünnen Film aus leichterem Öl bestehe.
Das Ministerium der Vereinigten Arabischen Emirate nannte den Tanker nicht. BBC Verify identifizierte das auf den Bildern zu sehende Schiff anhand seiner Position und Abmessungen als *Gem No. 2*. Reuters verglich Größe, Deckaufbau und Brandspuren mit Schiffsunterlagen und anderen Bildern; AFP bezeichnete die Identifizierung als wahrscheinlich. In einer maritimen Warnmeldung wurde ein Bericht festgehalten, wonach ein Schiff am 9. Oktober vor der Küste der VAE von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das später gelöscht wurde. Das maritime Sicherheitsunternehmen Vanguard identifizierte das Schiff als *Gem No. 2*. Wer das Geschoss abgefeuert hat und wann oder warum das später sichtbare Leck begann, ist nicht geklärt.
Die Ölverschmutzung kommt als Umweltgefahr zu den Angriffen und kostspieligen Umwegen hinzu, mit denen die Schifffahrt im Golf bereits zu kämpfen hat. Eine iranische Behauptung, ein Schiff habe eine nicht genehmigte Route genommen, sollte nicht ohne Weiteres als Erklärung für den Treffer der *Gem No. 2* gelten: Seatrade Maritime berichtete, dass die Behauptung der Revolutionsgarden ein anderes Schiff nannte, die *NV Sunshine*. Deren Betreiber bestreitet, dass das Schiff angegriffen wurde.
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BBC Verify zufolge erstreckte sich der Ölteppich in Richtung der Inseln Siniyah und Khor Al Beidah, in deren Umgebung Seegras, Korallen und Salzmarschen vorkommen. Die Nähe gibt Anlass zur Sorge, belegt aber keine Schäden an diesen Lebensräumen. Das Ausmaß der Küstenverschmutzung und die Ergebnisse der Reinigungsarbeiten müssen noch bewertet werden.