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Zum Auftakt des Rechtsausschusses der UN verwies die Beobachterin Palästinas auf Tausende Angriffe von Siedlern und mehr als 1.300 Tote im Gazastreifen. Eine UN-Untersuchung stellte eine institutionelle Unterstützung Israels für die Gewalt von Siedlern fest. Die Zahl der Toten im Gazastreifen allein lässt jedoch nicht auf die Ursache jedes einzelnen Todesfalls schließen.
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Der Sechste Ausschuss der UN-Generalversammlung eröffnete am 5. Oktober 2026 seine 81. Sitzungsperiode. Die Delegierten erörterten internationalen Terrorismus und die Rolle des Rechts bei der Bewältigung von Konflikten. Die Beobachterin des Staates Palästina forderte Rechenschaft und sagte, die UN habe seit 2023 6.100 Angriffe von Siedlern auf Palästinenser dokumentiert. Sie warf dem israelischen Staat vor, diese zu unterstützen. Außerdem sagte sie, Israel habe seit der etwa ein Jahr zuvor angekündigten Waffenruhe mehr als 1.300 Menschen im Gazastreifen getötet. [1]
Aufzeichnungen der UN-Hilfsorganisation OCHA zeigen das Ausmaß der Gewalt von Siedlern im besetzten Westjordanland einschließlich Ostjerusalems. Von Januar 2023 bis Dezember 2025 verzeichnet die Organisation 4.575 Angriffe mit Todesopfern oder Sachschäden; 2026 waren es bis zum 14. September mehr als 1.600. Die Zahlen sind insgesamt mit der Bilanz der Beobachterin vergleichbar, geben aber weder ihre genaue Zahl noch ihren Durchschnitt von etwa fünf Angriffen pro Tag wieder. Erfasst werden Vorfälle, nicht getötete oder verletzte Menschen; die Zahlen belegen auch nicht, dass der Staat für jeden Angriff verantwortlich ist. [2] [3] [5]
Eine UN-Untersuchungskommission hat über die Vorfallzahlen hinausgehende Belege vorgelegt. Nach der Untersuchung von sechs ausgewählten Angriffen stellte sie eine direkte Beteiligung oder stillschweigende Unterstützung durch israelische Sicherheitskräfte fest. Sie kam außerdem zu dem Schluss, dass staatliche Maßnahmen die Gewalt von Siedlern ermöglichten und Israel seiner Pflicht zum Schutz der Palästinenser nicht nachgekommen sei. Die Kommission räumte gelegentliche Verurteilungen durch Israel und den Abbau von Außenposten ein, stellte jedoch fest, dass Angriffe nicht dauerhaft eingedämmt worden seien. Israel weist Vorwürfe zurück, seine Truppen schirmten Siedler ab. Ein solches Verhalten verstoße gegen das Militärprotokoll und werde untersucht, berichtete Reuters im Juni 2026. [6] [7]
Für den Gazastreifen übermittelte OCHA eine Zahl des Gesundheitsministeriums von 1.431 Todesfällen seit der Verkündung einer Waffenruhevereinbarung am 10. Oktober 2025; die Zahl wurde bis zum 30. September 2026 aktualisiert. Das Ministerium untersteht den De-facto-Behörden im Gazastreifen. In der aktualisierten Zahl sind Menschen enthalten, die an ihren Verletzungen starben, sowie Leichen, die aus den Trümmern geborgen wurden. Die Gesamtzahl belegt daher für sich genommen nicht, wie viele Menschen infolge israelischer Angriffe nach der Verkündung starben.
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Das UN-Länderteams für humanitäre Hilfe berichtete in einer Erklärung vom 1. Juli 2026, die UN habe die Tötung von 196 Palästinensern bei israelischen Angriffen in der Nähe von Gebieten verifiziert, in denen israelische Streitkräfte stationiert waren. Die Angriffe ereigneten sich zwischen dem 10. Oktober 2025 und Anfang April 2026. Dieser engere Befund dokumentiert tödliche Angriffe nach der Verkündung der Waffenruhe, umfasst aber weder den gesamten Gazastreifen noch das ganze darauffolgende Jahr. [8]