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Die russische Zeitung erklärt, sie werde ihre Moskauer Redaktion schließen, nachdem sie ihr langjähriges Büro und die Möglichkeit verloren habe, Spenden von Lesern anzunehmen. Sie gibt den Behörden die Schuld, doch wer die Entscheidungen über das Büro und die Zahlungen getroffen hat, bleibt unklar.
Erstellt mit eingehender KI-Recherche, quellenbasiertem Schreiben und sprachlicher Korrektur. Quellen und Unsicherheiten stehen beim Artikel.
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Die Moskauer Redaktion der Nowaja Gaseta kündigte am Freitag an, ihre Arbeit einzustellen. Sie plant, das Büro zu verlassen, das sie fast 30 Jahre lang genutzt hat, und am 9. November ihre Server abzuschalten. Damit würde die Arbeit einer bedeutenden unabhängigen Redaktion in Russland enden. Außerdem versprach sie eine letzte Ausgabe.
„Sie haben beschlossen, uns zu erwürgen“, sagte Mitgründer Dmitri Muratow dem BBC-Russland-Redakteur Steven Rosenberg, der berichtete, dass die Beschäftigten im Moskauer Büro ihre Sachen packten. Muratow erhielt 2021 für seinen Einsatz für die Meinungsfreiheit den Friedensnobelpreis.
Die Zeitung sagt, sie habe gleichzeitig mit der Aufforderung, ihr Büro zu verlassen, die Möglichkeit verloren, Spenden von Lesern anzunehmen. Chefredakteur Sergei Sokolow teilte den Lesern mit, dass die Beschäftigten das Gebäude bis zum 9. November räumen müssten, berichtet Mediazona, das nach eigenen Angaben eine Kopie seines Schreibens besitzt. Sokolow sagte, mit dem Umzug werde auch das Museum in den früheren Büroräumen von Anna Politkowskaja geschlossen, einer 2006 ermordeten Journalistin der Nowaja Gaseta.
Die Redaktion wirft den russischen Behörden und Sicherheitsdiensten ein abgestimmtes Vorgehen vor, um sie zu verdrängen. Banken hätten ihre Weigerung, Spendenzahlungen abzuwickeln, mit internen Unternehmensregeln begründet, sagt die Redaktion. Das russische Justizministerium nahm die Online-Ausgabe der Nowaja Gaseta im September tatsächlich in sein Register „ausländischer Agenten“ auf. Das Ministerium verwies auf die Opposition der Publikation gegen Russlands Krieg in der Ukraine und warf ihr vor, unzutreffende Informationen über die Regierungspolitik zu verbreiten. Zuvor hatte ein Moskauer Gericht 2022 nach einem Verfahren auf Antrag der Medienaufsichtsbehörde die Registrierung der Printausgabe widerrufen, berichtet RBC.
Diese Maßnahmen belegen eine Vorgeschichte offizieller Schritte gegen die Zeitung, aber nicht, wer ihren Auszug aus dem Gebäude angeordnet hat oder ob Sicherheitsdienste die Entscheidungen der Banken gesteuert haben. Der finanzielle Druck reicht zudem weiter zurück als bis zu den Ereignissen dieses Monats: The Bell berichtet unter Berufung auf die Jahresabschlüsse der gemeinnützigen Organisation hinter der Redaktion, dass deren Einnahmen von 231 Millionen Rubel im Jahr 2021 auf 59,5 Millionen im Jahr 2025 zurückgingen. Dieser frühere Rückgang klärt den Vorwurf der Redaktion im Zusammenhang mit dem Verlust ihres Büros und des Zugangs zu Spenden nicht.
Die Schließungsankündigung betrifft die Moskauer Redaktion, nicht die Nowaja Gaseta Europe, eine eigenständige Publikation, die im April 2022 in Riga gegründet wurde. Der Auszug aus dem Büro, die Abschaltung der Server und die letzte Ausgabe sind weiterhin geplante Schritte und waren zum Zeitpunkt der Ankündigung der Zeitung noch nicht erfolgt.
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