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EZB-Daten zeigen, dass Preiserhöhungen bei Lebensmitteln nach dem Energieschock von 2026 häufiger wurden. Bis September hatte sich diese Welle von Preisanpassungen jedoch nicht weiter verstärkt, anders als 2022.
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Die Europäische Zentralbank erklärt, dass Preisanpassungen bei Lebensmitteln nach dem jüngsten Energieschock bislang deutlich schwächer ausgefallen sind als während des Inflationsanstiegs 2022. Es gebe kaum Anzeichen für einen anhaltenden, breiten Anstieg der Häufigkeit, mit der Einzelhändler im Euroraum ihre Preise erhöhen.
Der tägliche Preisdatenbestand der EZB erfasst Preise, die täglich bei Online-Supermärkten erhoben werden. Die jüngsten Beobachtungen für September 2026 zeigen, dass Preiserhöhungen bei Lebensmitteln im März, kurz nach dem Schock, häufiger wurden, sich aber nicht weiter ausbreiteten oder zunahmen wie 2022. Die durchschnittliche Höhe der Erhöhungen habe sich relativ wenig verändert, so die Zentralbank.
Der Datenbestand nutzt einen KI-basierten Klassifikator, um Produktbeschreibungen von Supermärkten Kategorien im Warenkorb des Euroraums zuzuordnen. Die EZB erklärt, sie ermittle die monatliche Häufigkeit von Preisanpassungen, um kurzfristige Veränderungen wie Sonderangebote zu glätten. Durch die tägliche Erhebung könnten Schätzungen für den laufenden Monat im Verlauf aktualisiert werden.
Die Analyse der Zentralbank vergleicht Häufigkeit und Höhe von Preisänderungen und lässt vorübergehende Sonderangebote außer Acht. Das Muster sei wichtig, weil sich die Inflation in häufigeren Erhöhungen bei vielen Produkten, stärkeren Erhöhungen bei einer kleineren Zahl von Artikeln oder einer Kombination aus beidem niederschlagen könne, so die EZB.
Lebensmittel machen laut EZB etwa ein Fünftel der Ausgaben im Warenkorb des Euroraums aus, der zur Berechnung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex herangezogen wird; bei Haushalten mit niedrigem Einkommen ist der Anteil höher. Die Zentralbank erklärt, Lebensmittelpreise könnten daher sowohl die persönliche Inflationserfahrung der Haushalte als auch die Einschätzung der Entscheidungsträger beeinflussen, ob ein Kostenschock in anhaltenden Preisdruck mündet.
Die EZB weist darauf hin, dass die Auswirkungen eines Energieschocks sowohl vom Schock selbst als auch von den wirtschaftlichen Bedingungen zum jeweiligen Zeitpunkt abhängen. Der Vergleich lässt keine Rückschlüsse darauf zu, wie sich die Lebensmittelpreise künftig entwickeln werden; die jüngsten Daten beziehen sich auf September.
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