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Mehr als 30 Menschen gehen wegen Land- und Weiderechten gegen ein kenianisches CO₂-Projekt vor. Ein früheres Gerichtsurteil stellte in einem Teil des Projektgebiets Rechtsverletzungen fest.
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Mehr als 30 Mitglieder von Gemeinden im Osten Kenias haben eine Klage gegen ein vom Northern Rangelands Trust (NRT) verwaltetes CO₂-Projekt eingereicht, berichtet ANP. Viehhalter sagen, dass Land rund um Biliqo Bulesa ohne ihre Zustimmung in das Projekt einbezogen worden sei und sie dadurch weniger Kontrolle über die Weideflächen hätten. Sie verlangen Auskunft über Einnahmen aus dem Land und werfen bewaffneten Männern vor, Anwohner eingeschüchtert und Gewalt angewendet zu haben. Über die neuen Vorwürfe hat noch kein Gericht entschieden. [7]
Der Streit folgt auf ein separates Urteil im Januar 2025. Ein kenianisches Gericht stellte fest, dass die Schutzgebiete Biliqo Bulesa und Cherab in den betroffenen Verwaltungsbezirken Chari und Cherab rechtswidrig betrieben wurden. Es stellte Verletzungen von Eigentumsrechten fest und entschied, dass bewaffnete Ranger, die dort unter der Verwaltung des NRT tätig waren, rechtswidrig und verfassungswidrig waren. In diesem Verfahren argumentierte der NRT, die Schutzgebiete seien mit der traditionellen Lebensweise der Viehhalter vereinbar, und bestritt, dass die Ranger seine Privatarmee seien. [3]
Verra, die Zertifizierungsstelle für CO₂-Gutschriften, erklärte, das Urteil habe dazu geführt, dass das Gesamtprojekt nicht mehr mit ihren Eigentumsregeln vereinbar gewesen sei. Im Juni 2026 nahm sie das Projekt wieder auf, nachdem sie die Bewertung eines gemeinschaftlichen Ratifikationsverfahrens mit etwa 1,500 Menschen akzeptiert hatte. Verra erklärte außerdem, eine einstweilige Verfügung erlaube den Schutzgebieten, ihren Betrieb während eines Berufungsverfahrens fortzusetzen. Eine Entscheidung des Berufungsgerichts vom September erlaubte einem Branchenverband, sich an diesem Verfahren zu beteiligen, entschied aber nicht über die Berufung selbst. [6] [5]
ANP nennt Meta, Netflix, British Airways und Beiersdorf als Nutzer von Gutschriften aus dem Projekt. Die Nutzung der Gutschriften durch diese Unternehmen ist von den Vorwürfen der Viehhalter gegen den NRT zu unterscheiden. [7]
Die neue Klage dreht sich um Zustimmung, Kontrolle über die Weideflächen und Auskunft über Einnahmen. Das frühere Urteil betraf bestimmte Verwaltungsbezirke; über die Berufung ist noch nicht entschieden. Weder das Urteil noch die spätere Ratifikation entscheidet über die neuen Vorwürfe der Viehhalter.
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