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Ein gescheiterter Versuch, Starlink-Ausrüstung in Vilnius in Brand zu setzen, hat eine umfassendere Sicherheitsreaktion ausgelöst. Die Ermittler konnten die Verantwortlichen jedoch noch nicht identifizieren.
Litauen wird die Sicherheitsmaßnahmen an mehr als 15 Standorten verschärfen, die kritische Infrastruktur von nationaler Bedeutung verwalten. Anlass ist der Versuch, Starlink-Ausrüstung in Vilnius in Brand zu setzen. Ministerpräsident Mindaugas Sinkevičius kündigte die Ausweitung der Sicherheitsmaßnahmen am Montag, dem 19. Oktober, an. Dies bedeute mehr Sicherheitspersonal und eine stärkere Aufmerksamkeit für den physischen und technischen Schutz, sagte er. Der Angriff habe die Starlink-Verbindung nicht unterbrochen. [2] [3]
Der versuchte Brandanschlag ereignete sich am frühen Sonntag auf einem umzäunten Firmengelände im Stadtteil Aukštieji Paneriai. Mitarbeiter löschten das Feuer, bevor die Feuerwehr eintraf, wie von der litauischen Nachrichtenagentur ELTA zitierte Feuerwehrvertreter mitteilten. Die Starlink-Antennen hätten nicht Feuer gefangen, sagte Sinkevičius; eine Steuereinheit sei jedoch leicht angesengt worden. Die Feuerwehr erklärte, das Ausmaß des Schadens werde noch ermittelt. [4] [2]
Der Ministerpräsident sagte, das Unternehmen sei vor dem Vorfall vor möglichen Angriffen gewarnt und seine Sicherheit verstärkt worden. Die Ankündigung vom Montag betraf eine größere Gruppe von Standorten. Verteidigungsminister Robertas Kaunas sagte, Soldaten unterstützten bereits den Schutz kritischer Infrastruktur. Die Behörden planen außerdem, anderen Unternehmen in sensiblen Branchen Sicherheitsempfehlungen anzubieten. [6] [3]
Die litauische Polizei hat ein Vorverfahren wegen Sachbeschädigung mit Mitteln eingeleitet, die die öffentliche Sicherheit gefährden. Polizeipräsident Arūnas Paulauskas sagte am Montag, es sei noch kein Verdächtiger festgenommen worden. [4] [5]
Sinkevičius hat erklärt, er halte Russland für einen wahrscheinlichen Drahtzieher. Vilmantas Vitkauskas, Leiter des nationalen Krisenmanagementzentrums Litauens, bezeichnete den Versuch als Sabotage mit dem Ziel, ukrainische Einsätze zu beeinträchtigen. Das ukrainische Militär nutzt Starlink, doch die Verbindung in Vilnius sei nicht gestört worden, so der Ministerpräsident.
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Auch andernorts hat es getrennte Vorfälle mit Starlink-Ausrüstung gegeben. Polens Inlandsgeheimdienst erklärt, ein Feuer an einer dortigen Station im September sei vorsätzlich gelegt worden; zwei Verdächtige seien festgenommen worden, während die Ermittlungen zu möglichen Drahtziehern und Auftraggebern andauerten. Bulgariens Ministerpräsident rief angesichts von Fragen zu dort verbrannten Starlink-Antennen zur Geduld auf. Diese Fälle klären nicht, wer hinter dem Versuch in Vilnius steckte oder ob die Vorfälle einen gemeinsamen Drahtzieher haben. [7] [8]