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Der Papst bat Putin um eine Kampfpause, damit Hilfsgüter nach Oleschky gebracht werden und die Bewohner den Ort verlassen können. Russland bot an, sich mit dem Vatikan abzustimmen, doch eine Waffenruhe wurde nicht angekündigt.
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Papst Leo XIV. telefonierte am Freitag, dem 16. Oktober, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und bat um eine örtlich begrenzte Waffenruhe rund um Oleschky, eine von Russland besetzte Stadt im Süden der Ukraine. Der Vatikan teilte mit, Leo habe eine Pause gewollt, die es ermöglichen sollte, Lebensmittel und medizinische Güter zu den Bewohnern zu bringen und Zivilisten eine freiwillige und sichere Ausreise zu ermöglichen. [1]
Das Telefonat fand statt, während Leo sich im Gemelli-Krankenhaus in Rom von einer Operation erholte. Der Kreml erklärte laut Interfax, Putin unterstütze die Bemühungen des Vatikans, Bedingungen für die Sicherheit der Bewohner und die Lieferung lebensnotwendiger Güter zu schaffen, und beide Seiten hätten vereinbart, sich abzustimmen. In der Erklärung wurden weder eine Waffenruhe angekündigt noch Vorkehrungen für Hilfe oder eine Evakuierung genannt. [1] [3]
Reuters zitierte Danielle Bell, die Leiterin der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine, mit der Schätzung, dass sich noch etwa 1.700 Menschen in Oleschky aufhielten, darunter 47 Kinder. Diese Schätzung bezieht sich auf die Stadt und ist keine Zählung aller Menschen im größeren, besetzten Frontgebiet. [7]
Der Bedarf an sicherem Zugang bestand schon vor dem Telefonat. Im Juni berichtete die UN-Mission, dass von ihr befragte Bewohner von Lebensmittelknappheit, eingeschränkter medizinischer Versorgung und Evakuierungswegen berichteten, die durch Drohnen und Landminen bedroht seien. Ein Bericht des Menschenrechtsbüros der OSZE vom Juli hielt ebenfalls Schilderungen fest, wonach russische Truppen Menschen daran gehindert hätten, Oleschky zu verlassen. Diese Berichte beschreiben frühere Bedingungen, statt die Lage am Freitag zu erfassen. [4] [5]
Der Kreml machte Kyjiw für die humanitären Schwierigkeiten der Stadt verantwortlich. Die UN-Mission berichtete von Angriffen mit Kurzstreckendrohnen, die von ukrainischer Seite auf russisch kontrolliertes Gebiet gestartet worden seien, konnte die Verantwortung für einzelne Angriffe jedoch nicht abschließend feststellen. Sie teilte außerdem im Juni mit, dass die Ukraine und Russland über eine örtliche Waffenruhe gesprochen hätten, ohne eine Einigung zu erzielen. Das Telefonat vom Freitag hat bislang nicht zu einer angekündigten Pause geführt, in der Hilfsgüter in die Stadt gebracht und Bewohner sie verlassen könnten.
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