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Ein polnischer Minister erhebt den Vorwurf, ein Sabotageakt habe die von der ukrainischen Armee genutzte Kommunikation stören sollen. Ursache und Verantwortliche des Brandes sind jedoch nicht bestätigt. Der Standort ist Berichten zufolge weiterhin in Betrieb.
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Die polnische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zu einem Brand auf dem Gelände einer Starlink-Bodenstation aufgenommen. Dabei wird auch die Möglichkeit eines Sabotageakts geprüft. Vizepremierminister Krzysztof Gawkowski hat den Vorwurf erhoben, der Brand habe den Internetzugang von Einrichtungen, darunter der ukrainischen Armee, stören sollen. Ursache und Verantwortliche sind jedoch weiterhin nicht bestätigt. [6] [11]
Das Feuer brach am Abend des 23. September in Wola Krobowska in der polnischen Region Masowien aus. Feuerwehrsprecher Michał Maroszek sagte, drei Einsatzteams seien vor Ort gewesen und hätten ein brennendes Gehäuse eines Stromkastens vorgefunden. Der Brand habe eine Fläche von etwa drei Quadratmetern erfasst; verletzt worden sei niemand. Diese Angabe belegt nicht das gesamte Ausmaß möglicher technischer Schäden. [3] [5]
Gawkowski, der auch Minister für Digitales ist, bezeichnete den Vorfall am 24. September im Sender TVP Info als Sabotage mit dem Ziel, die Station außer Betrieb zu setzen. Er brachte ihn mit einer von ihm so bezeichneten neuen russischen Angriffsdoktrin in Verbindung, räumte jedoch ein, dass sich eine russische Verantwortung bislang nicht mit Sicherheit feststellen lasse. [5]
Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Grójec leitet die Ermittlungen. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Aneta Góźdź, sagte, Sabotage sei nicht ausgeschlossen worden. Die Polizei teilte mit, ein Brandsachverständiger sei hinzugezogen worden; Beweismittel und Überwachungsaufnahmen würden gesichert und ausgewertet. Auch Beamte des polnischen Inlandsgeheimdienstes ABW waren am Ort des Geschehens und prüften mehrere Möglichkeiten. [3] [6]
RMF FM berichtete unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, neben dem brandbeschädigten Verteilerkasten sei eine Flasche mit einer brennbaren Substanz gefunden worden. Diese Darstellung wurde offiziell nicht bestätigt. Rzeczpospolita zitierte später eine nicht namentlich genannte, mit dem Verfahren vertraute Quelle, der zufolge sowohl Brandstiftung als auch ein elektrischer Defekt weiterhin möglich seien. Die Staatsanwaltschaft lehnte es ab, zum jetzigen Zeitpunkt Beweismittel dieser Art offenzulegen.
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Die BBC berichtete, die Station sei weiterhin in Betrieb. Exatel, das am Standort Dienstleistungen zur Untervermietung von Grundstücksflächen und zur Datenübertragung erbringt, erklärte, die eigenen Dienste seien nicht beeinträchtigt. Das Unternehmen sagte, es besitze dort weder Boden- noch Satelliteninfrastruktur und habe keine Informationen über mögliche Schäden an der Ausrüstung seines Kunden. Aus diesen Aussagen geht nicht hervor, ob sämtliche Starlink-Verbindungen unbeeinträchtigt blieben. [11] [4] [9]
Unabhängig davon veröffentlichte der dänische Militärische Nachrichtendienst am 24. September eine Einschätzung, der zufolge Russland seine hybriden Angriffe gegen den Westen und die NATO verstärken und sie häufiger sowie mit schwerwiegenderen Folgen ausführen werde. [1]
Der Dienst schätzte zudem das Risiko eines begrenzten russischen Militärangriffs auf ein oder mehrere an Russland grenzende NATO-Länder als gering, aber zunehmend ein. Ein solcher Angriff könnte möglicherweise in den kommenden Monaten erfolgen, auch während der Krieg in der Ukraine andauert. Dies sind Einschätzungen des Nachrichtendienstes, keine feststehenden Ereignisse in der Zukunft. [1]
Der dänische Dienst erklärte, er sehe keine Anzeichen für eine umfassende Invasion eines NATO-Landes und halte eine solche für höchst unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich. In seiner Einschätzung wird der Brand in Polen nicht erwähnt; sie liefert keine konkreten Belege für eine Verbindung des Vorfalls zu Russland. [1]