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Der Protestabgang folgte auf einen Aufruf der Palästinenser zu einer gemeinsamen Protestaktion. Netanyahu nannte die abziehenden Delegierten „moralische Feiglinge“, während Unterstützer auf der Zuschauertribüne ihm applaudierten.
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Dutzende Delegierte verließen den Saal, als der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am 24. September 2026 bei der UN-Generalversammlung in New York ans Rednerpult trat, wie aus getrennten Berichten von Reuters und AFP hervorgeht. Dem Abgang war ein Aufruf der palästinensischen Vertretung zu einer gemeinsamen Protestaktion gegen den israelischen Regierungschef vorausgegangen. [6] [8]
Netanyahu nannte die Weggehenden „moralische Feiglinge“ und forderte alle anderen, die er ebenfalls so bezeichnete, auf, den Saal zu verlassen, wie Reuters und The Irish Times berichteten. [5] [8]
Die palästinensische Vertretung hatte andere Vertretungen aufgefordert, Mitarbeiter in den Sitzungssaal zu bringen und gemeinsam hinauszugehen, sobald Netanyahu angekündigt werde, berichtete The Irish Times. In ihrer Mitteilung wurde die Aktion als Zurückweisung der Komplizenschaft bei dem bezeichnet, was die Vertretung Völkermord, Kriegsverbrechen und illegale Besatzung nannte. AFP berichtete separat über den Aufruf, doch das ursprüngliche Memo lag nicht zur Prüfung vor. [5] [6]
Die Reaktionen im Saal waren gemischt. Unterstützer auf der Zuschauertribüne spendeten Netanyahu stehende Ovationen und riefen Sprechchöre, während Delegationen im darunterliegenden Saal hinausgingen, wie The Times of Israel berichtete. [7]
The Irish Times berichtete, dass die meisten Plätze anschließend leer waren. AFP zufolge war der Saal jedoch bereits zu Beginn der Sitzung nur spärlich besetzt gewesen und hatte sich vor der Rede nach und nach gefüllt. Die vorliegenden Berichte enthalten weder eine genaue Zählung noch eine bestätigte Liste der beteiligten Länder: Dass Dutzende Menschen den Saal verließen, belegt nicht, wie viele Staaten sich dem Protest anschlossen. [5]
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Die Vorwürfe der palästinensischen Vertretung stehen vor dem Hintergrund einer Feststellung einer unabhängigen UN-Untersuchungskommission vom September 2025, wonach Israel für einen Völkermord an Palästinensern in Gaza verantwortlich war. Die Untersuchung umfasste den Zeitraum vom 7. Oktober 2023 bis zum 31. Juli 2025 und legte den Maßstab „hinreichende Gründe für die Schlussfolgerung“ an. Es handelte sich um eine Untersuchungserkenntnis, nicht um ein Gerichtsurteil. [2]
Israel wies den Bericht zurück und warf der Kommission vor, Quellen selektiv heranzuziehen. Die israelische Vertretung in Genf erklärte, Israels Ziel sei es, die Hamas zu zerschlagen, und Israel bemühe sich, Schäden für Zivilisten zu minimieren. Diese Aussagen geben die Position der israelischen Regierung wieder und sind keine unabhängig überprüften Feststellungen zu diesen Bemühungen. [3]
Der Protestabgang hielt Netanyahu nicht von seiner Rede ab. Er sprach laut Reuters etwa 40 Minuten lang weiter. [8]